Gefährlicher Blindgänger:

Zehn-Zentner-Bombe gesprengt

Weltkriegsbombe Nummer 175 ist komplikationslos unschädlich gemacht worden. Diesmal konnte sie allerdings nicht weggeschafft werden. Es kam zu erheblichen Beeinträchtigungen für Einwohner und Pendler.

Eine Entschärfung des Blindgängers war laut Kampfmittelräumdienst nicht möglich. Daher musste die brutale Methode gewählt werden.
Oliver Mehlis Eine Entschärfung des Blindgängers war laut Kampfmittelräumdienst nicht möglich. Daher musste die brutale Methode gewählt werden.

Eine Zehn-Zentner-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg ist in Oranienburg (Oberhavel) gesprengt worden. Etwas später als geplant hätten Experten Nummer 175 gegen Mittag unschädlich gemacht, teilte eine Stadtsprecherin mit. Ob es Schäden im Umfeld gab, konnte sie zunächst nicht sagen. Der Sperrkreis wurde aufgehoben, der Zugverkehr wieder aufgenommen.

Rund 3500 Menschen hatten am Donnerstagmorgen ihre Wohnungen verlassen müssen. Der S-Bahn- und Regionalbahnverkehr von und nach Berlin war seit Mittwochmorgen unterbrochen. Es kam zu erheblichen Beeinträchtigungen. Im Schienenersatzverkehr waren Busse eingesetzt.

Eine Entschärfung des Blindgängers war laut Kampfmittelräumdienst nicht möglich. Es handelte sich um eine 500-Kilogramm Bombe amerikanischer Bauart mit einem chemischen Langzeitzünder. Sie lag umgeben von Gartengrundstücken und Einfamilienhäusern in vier Metern Tiefe. Das Gros der über Brandenburg abgeworfenen amerikanischen Fliegerbomben war laut Innenministerium mit einem chemischen Langzeitzünder ausgestattet.

Die Kreisstadt der Oberhavel galt im Zweiten Weltkrieg als wichtiges Rüstungszentrum und wurde dadurch immer wieder zum Ziel von Luftangriffen. Nach Angaben der Stadt gingen mehr als 10 000 große Bomben auf die Stadt nieder.

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