Messerattacke auf 14-Jährige:

Zeugen sahen mutmaßlichen Mörder

Ein Mädchen wurde mit 78  Stichen getötet. Mehrere Personen berichteten vor Gericht, den Angeklagten am Tatort gesehen zu haben.

Viele Menschen nahmen Anteil an dem grausamen Schicksal des Mädchens.
Patrick Pleul Viele Menschen nahmen Anteil an dem grausamen Schicksal des Mädchens.

Nach dem Mord an einer 14-Jährigen haben mehrere Prozess-Zeugen den Angeklagten wiedererkannt. Zwei Rentner gaben am Donnerstag vor dem Landgericht Cottbus an, den 20-Jährigen vor der Messerattacke in Eichwalde (Dahme-Spreewald) am Tatort gesehen zu haben. Ein Sozialpädagoge schilderte zudem, wie er die Jugendliche nach dem Angriff mit zahlreichen Verletzungen vorfand. Die Tat selbst haben alle drei aber nicht beobachtet.

Der aus Nordrhein-Westfalen stammende Angeklagte steht seit August wegen Mordes vor Gericht. Ihm wird vorgeworfen, im November 2013 seiner Bekannten aufgelauert und sie mit 78 Messerstichen auf offener Straße getötet zu haben. Er gestand die Tat, indem er über seine Verteidigung die Eltern des Opfers um Verzeihung bat.

Streit war sehr laut

Die Staatsanwaltschaft ist sich sicher, dass der 20-Jährige aus Wut darüber handelte, dass die 14-Jährige den Kontakt zu ihm abbrechen wollte. Sie hatten sich über das Internet kennengelernt. Ein 68 Jahre alter Zeuge sah den Angeklagten zweimal am Tatort: morgens und wenige Minuten vor der Tat am Nachmittag. Am Nachmittag seien die 14-Jährige und ein weiterer junger Mann dabei gewesen. Es habe ein Streitgespräch zwischen ihnen gegeben, sagte der Zeuge: „Es war sehr laut.“ Die Richter wollten detailliert wissen, wie der 30 Jahre alte Sozialpädagoge die 14-Jährige vorfand. „Das Mädchen lag da, mit offenen Wunden.“ Es habe keine Laute von sich gegeben. In ihrem Körper habe noch das Messer gesteckt, sagte er.

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