Techno-Umzug in Berlin:

„Zug der Liebe“ lockte 13.000 Menschen zum Tanzen

Elektronische Musik für eine bessere Welt: Mit dem „Zug der Liebe“ zogen am Samstag Tausende Technofans für mehr Mitgefühl, Nächstenliebe und soziales Engagement durch Berlin.

Zum Liebhaben: Die Teilnehmer beim "Zug der Liebe" demonstrierten für Toleranz und Frieden.
Jörg Carstensen Zum Liebhaben: Die Teilnehmer beim "Zug der Liebe" demonstrierten für Toleranz und Frieden.

Etwa 13.000 Menschen haben am Samstagnachmittag an der Technoveranstaltung „Zug der Liebe“ teilgenommen und sind bei Sonnenschein und warmen Temperaturen durch Berlin gezogen. Gestartet war der Zug zunächst mit rund 1100 Teilnehmern. Nach und nach seien immer mehr Menschen dazu gekommen, so die Polizei. Zeitweise seien es etwa 13 000 Technofans gewesen.

Die Teilnehmer tanzten zu wummernden Bässen elektronischer Musik. Manche waren fantasievoll verkleidet, viele hielten Schilder mit aufgemalten Herzen, „Peace“-Zeichen und der Aufschrift „Liebe für alle“ hoch. Der Veranstalter hatte 50.000 Teilnehmer angemeldet.

Umzug durch Privat-Spenden finanziert

Die Teilnehmer wollten für mehr Toleranz und Miteinander in der Gesellschaft werben. Der Zug sollte auch ein Zeichen gegen Rechtspopulismus setzen. Start der Kundgebung war am Samstagmittag an der Karl-Marx-Allee. Von dort liefen sie über die Holzmarktstraße, Mühlenstraße, Stralauer Allee bis über die Elsenbrücke am S-Bahnhof Treptower Park. Die Veranstaltung dauerte bis 21.30 Uhr.

Mehr als 35 Vereine und Wagen, darunter der Verein „Technotürken“ und das Label „Großstadtvögel“, hatten ihre Teilnahme angekündigt, um die Stadt mit Elektro-Musik zu beschallen. Laut Veranstalter handelt es sich beim „Zug der Liebe“ nicht um eine Neuauflage der Loveparade, sondern um eine politische Demonstration. Weder Parteien noch Religionen wolle man eine Plattform bieten, es gebe ein Werbe- und Sponsorenverbot. Daher sei der Zug auch ausschließlich durch private Spenden finanziert.

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