Neuerung zum 1. Juli:

Zusätzliche Hoffnung für Krebspatienten

Tumorerkrankungen zählen auch in Brandenburg und Berlin zu den häufigsten Todesursachen. Ein neues Register soll den Patienten bald Vorteile bieten.

Berlin und Brandenburg haben sich für eine gemeinsame Datenbank entschieden, weil sich auch viele märkische Patienten in der Hauptstadt behandeln lassen.
Friso Gentsch Berlin und Brandenburg haben sich für eine gemeinsame Datenbank entschieden, weil sich auch viele märkische Patienten in der Hauptstadt behandeln lassen.

Von diesem Freitag an müssen Berliner Ärzte neu diagnostizierte Krebserkrankungen dem klinischen Krebsregister melden. Die neue Datensammlung soll dabei helfen, Tumorerkrankungen noch effektiver und gezielter zu bekämpfen. Berlin und Brandenburg schlossen sich als einzige Bundesländer für das neue Register zusammen, weil bis zu 20 Prozent der Brandenburger Patienten in der Hauptstadt behandelt werden. Am 1. Juli tritt der Staatsvertrag zum klinischen Krebsregister in Kraft, sagte Regina Kneiding, Sprecherin der Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit.

In dem neuen Register sollen Informationen zu Krebsdiagnosen, Behandlungen und Nachsorge aus beiden Bundesländern gesammelt und ausgewertet werden. Dabei geht es neben der Qualität der Therapien auch um die Überlebenszeiten der Patienten, ihre tumorfreie Zeit, Rückfälle und Lebensqualität.

Ziel der Kooperation ist vor allem eine bessere Versorgung der Patienten. Das klinische Krebsregister liefere mit vollständigen individuellen Behandlungsverläufen wertvolle Informationen, sagte Berlins Gesundheitssenator Mario Czaja (CDU). „Der Nutzen hängt aber entscheidend von der Datenqualität ab“, ergänzte Czaja. „Wir brauchen für die Qualität der Aussagen eine Meldequote von über 90 Prozent.“ Der Senator setzt auf die Kooperation der Mediziner.

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung