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Bröllin: Wo sich die Zeit in Kunst verwandelt

In den Büroräumen auf dem Kulturgut glühen die Computer. Wann haben sich die ersten Künstler angesagt? Die ersten ziehen schon heute ein. Es ist Laszló ...

Heute kommen die ersten Residence-Gäste auf das Kulturgut Bröllin: Laszló Fülöp mit seiner Dance Company aus Ungarn. Am 13. April gibt es ab 20.30 Uhr die erste öffentliche Präsentation des Jahres.  FOTOS: r. nitsch

In den Büroräumen auf dem Kulturgut glühen die Computer. Wann haben sich die ersten Künstler angesagt?
Die ersten ziehen schon heute ein. Es ist Laszló Fülöp aus Ungarn mit seiner Dance Company. Unsere Gäste werden es im deutsch-polnischen Begegnungszentrum warm und gemütlich haben. Und für die Öffentlichkeit gibt es am 13. April um 20.30 Uhr eine Tanzaufführung. Übrigens ist die Dance Company eine von sechs Künstlergruppen, die in diesem Jahr vom Schlossverein für eine Residenz ausgewählt wurden. 156 Bewerbungen aus aller Welt gab es.

Das deutsch-polnische Theaterfestival ist schon zu einer festen Größe in der Arbeit des Schlossvereines geworden. Wann wird es in diesem Jahr auf Bröllin stattfinden?
Es ist bereits das 13. Mal, dass zu diesem Theaterfestival auf beiden Seiten eingeladen wird. Mit dem Kana Theatr verbinden uns seither viele gemeinsame künstlerische Aktionen. Eröffnet wird das Festival am 26. April um 18 Uhr mit der Ausstellung „Flüchtige Erinnerung“ von The Working Party. Diese widmet sich der Erforschung von Migrationserfahrungen und Flüchtlingsschicksalen in den 1940-er und 1950-er Jahren und seit 1990 rund um das Stettiner Haff.Weiter geht es am Freitag und Sonnabend mit Janek Turkowski vom Kana Teatr und Präsentationen von bigNotwendigkeit, „Die Lumpenbrüder“ und der Spitfire Company.

Auch junge Leute fühlen sich auf dem Kulturgut wohl. Was wird für sie angeboten?
Vom 19. bis 21. April sind deutsche und polnische Jugendliche zum Workshop „Meine Zeit – Moje Czas“ eingeladen. Sie bearbeiten das Thema und stellen am 21. April um 12 Uhr öffentlich ihre Ergebnisse vor.
Eine besondere Brisanz hat das Jugendprojekt am 16. April, einen Tag vor dem NSU-Prozess in München. 14 junge Leute aus Penkun treffen sich von 9 bis 15 Uhr auf dem Kulturgut, um sich mit der Problematik Toleranz auseinander zusetzen.

Beteiligt sich das Schloss Bröllin 2013 an Kunst offen?
Ja. Wir haben dazu Wolfram Sulek aus Ribnitz-Damgarten eingeladen. Er betreibt dort die Insel-Buchbinderei und ist Maler. Wir werden von ihm Zeichnungen und Malereien ausstellen. Die Vernissage findet am 18. Mai um
18 Uhr statt.