
| Denkmäler |
von Frank Wilhelm
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Die "Mutter Erde" von Ernst Barlach ist zurück gekehrt auf den Stettiner Hauptfriedhof. Am Donnerstag wurde eine von der polnischen Künstlerin Monika Szpener realisierte Nachbildung von einem der berühmtesten Grabmale des großen deutschen Bildhauers feierlich enthüllt. Die Skulptur entstand nach einem Abguss des in Güstrow ausgestellten Originals, es handele sich aber um eine eigene künstlerische Schöpfung, hoben Monika Szepener sowie Dr. Volker Probst, Geschäftsführer der Ernst Barlach Stiftung, hervor.
Die "Mutter Erde" steht an einer zentralen Weggabelung des Hauptfriedhofs, der nicht nur der größte Friedhof Polens, sondern zugleich der drittgrößte Friedhof´Europas ist. Barlach schuf die "Mutter Erde" 1921 für die Grabstätte der Familie Biesel in Stettin. 1963 wurde die Figur vor der Vernichtung bewahrt, als sie Bernhardt Blaschke, der damalige Leiter der Güstrower Barlachgedenkstätte, aus einem Abfallhaufen barg. Dass die Skulptur heute wieder zurück gekehrt sei an ihren historischen Ort zeuge von der "Normalität", die es mittlerweile in den Beziehungen zwischen Polen und Deutschland gebe, sagte Krzysztof Soska, stellvertretender Stadtpräsident von Stettin.
Am Donnerstag wurde im Rahmen der Präsentation des Landes mecklenburg-Vorpommern in Westpommern zudem eine Ausstellung im Museum für Zeitgenössische Kunst in Stettin eröffnet. Die Schau "Ernst Barlach, Bilder vom Tode im Werk eines deutschen Expressionisten" ist der Grabmalkunst des Bildhauers gewidmet. Die Exposition in dem Museum an den Hakenterrassen ist bis zum 12. Februar 2012 zu sehen.
Mehr zu der ungewöhnlichen Geschichte der "Mutter Erde" lesen Sie am Freitag im Nordkurier
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