Juli 30, 2012
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Wer ökologisch bauen will, der baut teuer!
von Frank Wilhelm
@ Mo. 30.07.2012 - 21:19.10
Sieht ziemlich klein aus die Zisterne. Da sollen 5000 Liter Wasser reinpassen?
Foto: Wilhelm
Auch der Grundriss sieht ziemlich lütt aus. Aber auch das soll bei jedem Haus so wirken, wurde uns gesagt.
Foto: Wilhelm
Irgendwo ist doch fast jeder von uns ein Öko, oder?! Zumindest beim Hausbau wollte ich das auch beweisen, auch wenn meine Frau von Anfang an skeptisch war. Luft- bzw, Erdwärmepumpe hatten wir relativ schnell ad acta gelegt. Die eine Möglichkeit aufgrund der relativen Unausgereiftheit. Die andere Variante aufgrund der hohen Investitionskosten. Bei beiden Energie-Erzeugungsmöglichkeiten fällt ja zudem immer auch Strom für die Pumpen an, was insbesondere in der kalten Jahreszeit die Kosten steigern dürfte. (Abgesehen davon weiß ich gar nicht, ob die Stadtwerke einen Sondertarif für Erdwärmepumpen bieten.)
Die zweite Variante zur Beruhigung meines ökologischen Gewissens war die Erzeugung von Warmwasser per Solarzellen. Haben wir aber auch schnell wieder fallengelassen, nachdem wir das Angebot von unserem Installateur auf dem Tisch hatten. Knapp 4000 Euro. Da muss man im Sommer ziemlich oft duschen und baden, ehe sich diese Investition amortisiert hätte.
Blieb noch das Wasser: Hatte einige Tage mit der Installation einer Hauswasseraufbereitungsanlage geliebäugelt: Regenwasser in einer Zisterne auffangen und dann für die Waschmaschine, die Toilettenspülung und die Gartenbewässerung nutzen. Zu teuer und zu aufwändig wurde ich gewarnt, zumal Klo- und Waschmaschinenwasser ja auch geklärt werden muss, sprich die Abwässer bezahlt werden müssten.
Na dann wenigstens Gartenbewässerung. Habe per Internet eine Zisterne geordert. Ein Internet-Planungsrechner empfahl für unsere Dachfläche und Grundstücksgröße 5000 Liter Speicherfähigkeit. Gut 1000 Euro hat das Plaste-Teil gekostet. Bestellt in Mühlhausen, gebaut im Schwäbischen, heute angeliefert auf der Straße über Rostock. Sieht ziemlich klein aus auf den Bildern, aber wie soll man es überprüfen, ob da wirklich 5 Kubikmeter reinpassen?
Und wie lange dauert die Amortisation? Ich hoffe, dass ich gar kein Wasser mehr aus der Leitung für den Garten benötige. Das wäre ein Teil der Ersparnis. Zudem wird einem ein Teil der Regenwassereinleitungsgebühren erstattet. Trotzdem bleibt die Beantwortung der Amortisationsfrage natürlich offen.
Aber wenigstens habe ich mein Ökogewissen beruhigt! Und immerhin nutzen wir ja Fernwärme plus eine Luftüng mit Wärmerückgewinnung, die bei Fjordhaus serienmäßig drin ist, allerdings auch ein paar Cent extra kostet. Reicht aber immerhin für eine KfW-Förderung.