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Februar 5, 2012
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Das Trauma der zweiten Generation - Schicksale der Kinder von Wende-Revolutionären

von Frank Wilhelm @ So. 05.02.2012 - 17:57.00
Dagny Dewath
Auch die Schauspielerin Dagny Dewath entstammt einer Familie, die unter dem DDR-Staat litt.
Foto: Homepage Dewath

In der Regel stehen Namen wie Bärbel Bohley, Lutz Rathenow oder Ulrike Poppe und anderer Bürgerrechtler im Mittelpunkt, wenn es darum geht, die Wende mit menschlichen Geschichten zu beschreiben.

Doch wie ist es eigentlich den Kindern ergangen, deren Eltern Repressalien erleiden mussten oder gar im Knast saßen. Dieser interessanten Frage sind die beiden Psychologinnen Grit Klinitzke und Maya Böhm von der Universität Leipzig nachgegangen. Am 14. Februar werden sie Ergebnisse ihrer Forschungen zum "Trauma der zweiten Generation" bei der Bundesstiftung Aufarbeitung in Berlin vorstellen:

Schätzungsweise 300.000 Menschen waren in der Sowjetischen Besatzungszone und der DDR aus politischen Gründen in Haft. Für viele von ihnen war die Zeit der Gefangenschaft die schlimmste ihres Lebens. Doch nicht nur für sie war die Haft traumatisierend. Auch ihre Kinder wurden auf vielfältige Weise in Mitleidenschaft gezogen. Oft wirken  die seelischen Verletzungen bis in die zweite Generation.

Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr. Neben den Autorinnen der Studien sind unter anderem Myriam Ceglarek (Fotografin), Dagny Dewath (Schauspielerin) und Ulrich Schacht dabei, die Kinder von Menschen sind, die zu DDR-Zeiten in politischer Haft saßen. Schacht wurde sogar im Knast geboren.

Anmeldung an a.kockisch@stiftung-hsh.de

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