Mai 4, 2012
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Eindeutiger Sieger: Gerichts-Kantine macht die besseren Senfeier
von Frank Wilhelm
@ Fr. 04.05.2012 - 09:30.00
Typisch Senfei: 2 harte Eier, Kartoffeln zum Quetschen und rote Beete.
Foto: Wilhelm
Eine unserer "Restaurantkritikerinnen" Kirsten mit dem Gästebuch aus dem Gericht.
Foto: Wilhelm
Welcher Ossi kann sich nicht noch erinnern an die typischen Schulküchen-Essen aus DDR-Zeiten: Spinat mit Spiegelei, Nudeln mit Jägerschnitzel und - natürlich - Senfeier. Kartoffeln mit zwei harten Eiern und der unverwechselbaren Senfsauce - die Eier mussten in der Regel gepellt werden.
Gerade dieses Gericht haben auch in der freien Marktwirtschaft kochende Kantinen bewahrt und bieten es immer mal wieder an. Unsere beiden Neubrandenburger Stamm-Kantinen - Konsulat und Gerichtskantine - offerierten die Senfeier jetzt sogar kurz hintereinander, was den Vergleich gestattet:
Eierzahl: Gericht: 2; Konsulat: 3 - bei beiden natürlich schon gepellt
Kartoffeln: bei beiden reichlich und gut geeignet zum Quetschen
Rote Beete: bieten beide Kantinen als Ergänzung zum sozialistischen Schulküchenessen an (Was gab's eigentlich früher dazu? Den Gelben Köstlichen?)
Sauce: Gericht: sehr gut, genau richtig abgeschmeckt zwischen süß und sauer (Man machte die Augen zu und erinnerte sich bei Geruch und Geschmack sofort an alte Schulküchenzeiten zurück!!)
Konsulat: zu sehr Mainstream, zu wenig säuerlich-senfig.
Preis: Gericht: 2,90 Euro; Konsulat 4,50 Euro (im Plan stand das Gericht mit 4,00 Euro ausgepreist, da gab's sozusagen noch eine Plan-Übererfüllung beim Kassieren)
Resümee: Da die Sauce ist natürlich das Entscheidende bei Senfeiern, hat die Gerichtskantine den Senfeier-Sieg davon getragen.