Wenn man etwas nicht mehr hören kann, dann ist das wohl die Geschichte eines IM. Und wenn Paul Gratzik etwas nicht erzählen will, dann ist das die Geschichte eines IM. Seine Geschichte also. Und doch kommt es anders für den früheren IM und für den Zuschauer, der sich dem Sog dieses Porträts nicht entziehen kann. Arbeiterdichter, Gigolo, Stasispitzel und Einsiedler: Paul Gratziks Leben liest sich wie aus einem Katalog der Extreme. Die Filmemacherin Annekatrin Hendel hat daraus ein intimes Psychogramm des Scheiterns gemacht.
Wer am Freitag keine Zeit hat, kann sich den Film am 27 Februar in Berlin ansehen. Dann wird nicht nur die Regisseurin an der Diskussion teilnehmen, sondern auch andere Prominenz: Roland Jahn, Bundesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen
Wolfgang Templin, Direktor des Warschauer Büros der Heinrich-Böll-Stiftung, DDR- Oppositioneller, sowie Paul Gratzik selbst.