
| Geschichte |
3. Dezember 1989
Vor dem Verlagsgebäude der „Freien Erde“ treffen sich hunderte Menschen zu einer Montags-Demonstration. Sie fordern Pressefreiheit. Die Zeitung öffnet sich der Bewegung. Redakteure nehmen am Runden Tisch teil und vom Dezember 1989 bis Januar 1990 erscheinen zehn Seiten der Bürgerrechtler: die „Neue Plattform“. Sie werden ohne Einflussnahme der Redaktion veröffentlicht.
18. Januar 1990
Die „Freie Erde“ erscheint erstmals als „Unabhängige Tageszeitung“. Unter der Überschrift „Unabhängig“ schreibt die Redaktion der „Freien Erde“ sie sei diesen Schritt gegangen „um für unser Verbreitungsgebiet das Medienmonopol der SED/PDS zu brechen(…)Dieser Schritt ist der entscheidende auf einem langen Weg der Erkenntnis weg von der ,alleinseligmachenden‘ Meinung, hin zu einem demokratischen, tatsächlich unabhängigen Journalismus im Dienst der öffentlichen Meinungsbildung und Kontrolle.
2. April 1990
Der erste Nordkurier, noch mit kleinem „n“ und dem Untertitel „Unabhängige Tageszeitung für Mecklenburg, Vorpommern und die Uckermark erscheint. Der neue Titel und das neue Layout soll Veränderung demonstrieren.
Juli 1990
Der „kurierverlag + druck GmbH und Co.KG“ tritt die Rechtsnachfolge der VEB Kurierverlag und des VEB Druckerei „Erich Weinert“ an. Damit ist die Druckerei, die vorher ein eigenständiger Betrieb war, als „Morgengabe“ für einen zukünftigen Käufer gesichert.
Dezember 1990
Die Treuhand schreibt den Nordkurier und neun weitere ehemalige SED-Bezirkszeitungen zum Verkauf aus. Insgesamt gehen für den Nordkurier elf Kaufangebote ein.
April 1991
Ein Jahr nachdem der „Nordkurier“ das erste Mal erschienen ist, wird er farbig. Mit der Hausfarbe blau sind das Fähnchen im Titel, Linien und Rubriken ausgelegt. Rot hatte man aus verschiedenen Gründen nicht gewählt, unter anderem weil es zu „laut“ ist.
September 1991
Die mittelständischen Zeitungen „Kieler Nachrichten“, „Augsburger Allgemeine“ und „Schwäbische Zeitung kaufen den „Nordkurier“. Bis heute gehört den Gesellschaftern der Verlag zu je einem Drittel.
Januar 1992
Die Entscheidung für den Bau eines neuen Druckhauses wird getroffen. Im Mai kauft der Verlag ein Grundstück auf dem Neubrandenburger Datzeberg. Im September wird der Grundstein für die Druckerei gelegt. Der Bau des neuen Verlagsgebäude beginnt im April 1993.
Februar 1994
Die Zeitung wird „groß“, der Nordkurier mit einem großen „N“ geschrieben. Mit der Inbetriebnahme der neuen Druckmaschine erscheinen die ersten Farbfotos. Durch die neue Drucktechnik wird die Zeitung auch übersichtlicher. Sie erscheint von nun an in zwei Büchern.
Juli 1994
Das neue Verlagsgebäude auf dem Datzeberg ist fertig. Damit ist der neue Nordkurier-Standort komplett. Insgesamt wurden auf dem Neubrandenburger Datzeberg 90 Millionen Mark investiert. Ein Drittel davon fällt auf die Druckerei und die Versandmaschine.
April 1998
Der Nordkurier geht online: Unter www.nordkurier.de ist die Zeitung jetzt auch im Internet zu finden.
April 2005
Der „Nordkurier“ erhält einen neuen, modernen Look. Unter anderem werden ab jetzt in der Anrissleiste auf Seite 1 die wichtigsten Themen in der aktuellen Ausgabe angekündigt. Die neue Vier-Buch-Struktur bietet dem Leser eine einfache Orientierung.
2008
Der Nordkurier sucht noch stärker die lokale Nähe seiner
Leser und
Anzeigenkunden. Es werden vier Regionalverlage gegründet. Als eigenständige wirtschaftliche Einheiten können sie schnell und flexibel Entscheidungen für die Lokalzeitung vor Ort treffen.
August 2010
Der Hauptsitz des Nordkurier rückt wieder in das Zentrum der Viertorestadt. Am Friedrich-Engels-Ring bezieht der Verlag seinen neuen Firmensitz. 150 Mitarbeiter aus Verlag und Redaktion haben jetzt hier ihren Arbeitsplatz.