Mi. 28. März 2012
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ZiSch von Marina Spreemann

Berufe mit viel Energie

Noch ein Jahr bis zum Schulabschluss – die Neuntklässler von der Regionalen Schule in Woldegk müssen sich bald für eine Ausbildung entscheiden. Bei einer Schüler-Pressekonferenz konnten sie sich über Angebote und Anforderungen beim Energieversorger E.ON edis informieren.

Schülerin Franziska und Martin Staschko von E.ON edis bei der ZISCH-Pressekonferenz mit der 9. Klasse der Regionalen Schule „Wilhelm Höcker“ in Woldegk
Schülerin Franziska und Martin Staschko von E.ON edis bei der ZISCH-Pressekonferenz mit der 9. Klasse der Regionalen Schule „Wilhelm Höcker“ in Woldegk
Foto: Udo Zander
Woldegk (msp)  

Carolin ist zunächst ein bisschen besorgt. „Ist das Arbeiten mit Strom eigentlich gefährlich, hat ein Lehrling schon mal einen schwerwiegenden Fehler gemacht?“, will die Schülerin von den Gästen wissen. Martin Staschko, kaufmännischer Angestellter beim Energierversorger E.ON edis und selbst von 2007 bis 2010 im Unternehmen ausgebildet, kann sie beruhigen: „Jeder Azubi macht Fehler, er soll ja gerade daraus lernen. Und da gibt es auch den Spielraum dafür“, sagt er. „Natürlich muss man beim Umgang mit Strom immer gut aufpassen“, ergänzt Uwe Kagermann, Teamleiter im Rostocker Bildungszentrum von E.ON edis. „Aber die Sicherheitsmaßnahmen werden natürlich ausgiebig trainiert.“

Carolin und die anderen aus der 9. Klasse der Regionalen Schule „Wilhelm Höcker“ in Woldegk können ihre Gäste an diesem Tag zum Thema Ausbildung ausfragen. Pressekonferenz mit ZiSch – Zeitung in der Schule – steht an diesem Tag auf dem Plan. Die Schüler schlüpfen dabei eine Stunde lang in die Rolle von Journalisten.
Michael Elsholtz, Pressesprecher des Energieversorgers im Nordosten, erklärt den jungen Leuten, wie es auf einer echten Pressekonferenz zugeht. Jeder Fragesteller nennt zunächst seinen Namen und sagt dann, was er wissen möchte. Und Fotos sind natürlich erlaubt, weil die Journalisten – so wie die Woldegker ZiSch-Reporter – ja von dem Ereignis in Wort und Bild berichten wollen.

"Im technischen Bereich Mädchen sehr willkommen"

Dann hat Franziska gleich die nächste Frage an die Gäste vom ZiSch-Wirtschaftspartner E.ON edis: Was ist eigentlich der Inhalt der Ausbildung dort? – Das weiß Martin Staschko aus eigener Erfahrung: „Zu den kaufmännischen Berufen bei uns zählen Kaufmann für Bürokommunikation und Industriekaufmann. Dabei schaut man in die verschiedenen Bereiche, erledigt Sekretariatsaufgaben, kümmert sich mit um den Einkauf von Material, redet mit Kunden. Ein wichtiger technischer Beruf ist der Elektroniker für Betriebstechnik.“

Uwe Kagermann ergänzt: „In dieser Ausbildung wird zunächst viel in der Werkstatt gearbeitet. Von der Metallbearbeitung bis zu Installationstechnik steht vieles im Programm. Übrigens sind uns im technischen Bereich Mädchen sehr willkommen.“ Die Antwort auf Melissas Frage nach dem Verdienst in der Lehrzeit lässt dann nicht nur manche Schülerin im Raum aufhorchen. Lehrlingsgeld zwischen 600 Euro und etwa 850 Euro ist nicht zu verachten. „Es geht nach dem Tarif“, betont Elsholtz. „Zudem gibt es Extras wie Hilfe bei der Unterbringung oder Unterstützung für Heimfahrten.“

Befristete Anstellungen nach der Lehre möglich

Für die Weiterbildungs- und Karrierechancen interessiert sich Sophie. „Wer Engagement und Leistung zeigt, hat viele Möglichkeiten“, erklärt Elsholtz. Bei sehr gutem Abschlüssen bekämen Azubis unbefristete Arbeitsverträge. Für fast alle seien befristete Anstellungen nach der Lehre möglich. „In unserem Intranet gibt es eine weltweite Stellenbörse des E.ON-Konzerns, wo auch Jobs im Ausland, in England oder in Osteuropa angeboten werden.“ Kagermann verweist darauf, dass aber auch Leute, die in der Region bleiben wollten, gute Chancen bekämen. Abschlüsse als Meister oder Techniker, die Fachhochschulreife oder ein Studium seien für gute Leute möglich. „Bei guten Leistungen ist auch eine Studienförderung drin“, sagt er.

„Der Fachkräftemangel ist eure Chance“, betont Elsholtz. Es gebe in vielen Unternehmen mehr Stellen als Bewerber. Damit hätten engagierte und leistungswillige junge Leute so gute Chancen wie schon lange nicht mehr, schätzt er ein.

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