Januar 4, 2012
Drucken 
Schulen von Marina Spreemann

Sturm auf die Tabellenspitze

Mit ZiSch können Schulklassen Punkte sammeln. Nicht nur im Unterricht bei den Fachlehrern, wenn sie ihr großes Wissen als eifrige Zeitungsleser unter Beweis stellen. Auch im Wortsinn gibt es Punkte und eine Hitliste der besonders aktiven Klassen.

Fotoleiste
"ZISCH - Zeichnen, Info, Sport, Chor, Hof - Ohne Zeitung ist alles doof!", hat Annabel Pragst von der Jahrgangsstufe 10 des Neuen Friedländer Gymnasiums unter ihre Fotoleiste geschrieben. Zurzeit hat die Klasse 10G aus Friedland die meisten Punkte gesammelt und liegt damit auf Platz eins der Hitliste.
Foto: Privat
Neubrandenburg/Friedland (nk)  

Mit dem zweiten Platz wird sich die Klasse 8a von der Regionalen Schule "Fritz Reuter" in Neubrandenburg nicht zufrieden geben. Sicher nicht.

 

In diesem Jahr können die Teilnehmer von "Zeitung in der Schule", kurz ZiSch, erstmals Punkte sammeln für ihre Klasse. Aktionen wie ein Druckhaus-Besuch, eine ZiSch-Wandzeitung oder ein eigener Artikel können mit einem Punkt, fünf Punkte oder zehn Punkten bewertet werden. Jeden Monat wird abgerechnet - und am Ende des Schuljahres gewinnt die aktivste Klasse eine Überraschung. Zurzeit liegt die Neubrandenburger 8a auf Platz 2, hinter der 10G von der Neuen Friedländer Gesamtschule und der vor der 9a der Pasewalker Arnold-Zweig-Schule. Da geht noch was, meint auch Lehrerin Monika Krebs.

 

Sie hat die Entwicklung und die Veränderungen bei ZiSch von Anfang an mitgemacht. "Seit Anfang der 1990er-Jahre bin ich bei dem Projekt mit dem Nordkurier dabei und habe auch noch viele Unterlagen von damals", erzählt sie. Mit dem großen Erfahrungsschatz variiert sie auch selbst das Projekt immer wieder ein bisschen. "Sonst haben meine Schüler den Auftrag bekommen, Artikel zu einem bestimmten Thema zu sammeln", berichtet sie. Diesmal arbeitet sie fächerübergreifend. Die jungen Leute können Beiträge, Fotos und Illustrationen vorschlagen, über die sie im Unterricht ausführlicher reden möchten. "Und dann geht es in Mathematik zum Beispiel um Diagramme und darum, wie ein Zeitungsgrafik richtig gelesen wird." Jeder habe für den Unterricht auch drei Artikel ausgewählt, die ihm richtig gut gefallen haben.

 

Einmal pro Woche in der Klassenleiterstunde wird in der 8a gerätselt. "Wir lösen zusammen das Kreuzworträtsel aus der Zeitung. Das ist gut fürs Allgemeinwissen", erzählt die Lehrerin. Außerdem sei es auch ein echtes Gruppenerlebnis, "wenn alle zusammen das hinkriegen".

 

Mit ihren Schülern ist Monika Krebs sehr zufrieden. "Sie machen super mit und nehmen das Projekt hundertprozentig ernst. Und macht es auch wieder richtig Spaß." Sogar nach einer Krankheitspause habe ein Schüler sein Zeitungsexemplar eingefordert, damit er die Zeit nacharbeiten kann. Wenn die Klasse außerhalb der "heißen" Projektphase zwei Zeitungen für die Gruppe bekommt, arbeiten die Schüler in Gruppen - jede nimmt sich die Ausgabe eines bestimmten Tages vor. Dann wird gemeinsam die Zeitung gelesen und für die anderen Gruppen vorgestellt, was besonders wichtig war. Auch an den eigenen Artikeln für die Zeitung arbeiten den Schüler gemeinsam.  Es werden Gruppen gebildet, die jeweils den besten Beitrag auswählen, bis sich am Ende alle auf einen verständigt haben, der an die Zeitungsredaktion geht. Und ein eigener Zeitungsbeitrag der Nachwuchsreporter bringt der Klasse immerhin zehn Punkte auf der Liste der aktivsten "ZiSchHer".

Bookmark and Share
Kontakt

Marina Spreemann, Projektredakteurin

Projektredaktion

Marina Spreemann
E-Mail

Logo Zeitungswiki