November 13, 2011
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Verkehr von Monika Strehlow

Kein Bauende in Sicht

Seit Jahren heißt die Devise auf der A 11 zwischen Schmölln und Penkun: Fuß vom Gas. So schafft es der nördlichste Bereich zwischen Berlin und Stettin in die Beschwerdeliste beim Bundesverkehrsministerium. Und noch immer ist kein Ende in Sicht.

Baustelle
Auch die Brücke über die Museumsbahn zwischen Gramzow und Damme wurde neu gebaut.
Foto: Steffen Oswald
Hohengüstow (nk)  

Die unendliche Geschichte von der Baustelle Bundesautobahn 11 setzt sich fort. Zu den 500 Baustellen auf Brandenburgs Straßen gehören auch die Abschnitte auf der Piste vom Berliner Ring nach Stettin. Und ein Ende ist nicht abzusehen. Zum Leidwesen nicht nur der Kraftfahrer, sondern auch des Leiters der Autobahnmeisterei Gramzow, Lars Kähler. In der ersten Hälfte der 1990er Jahre hieß es warten, bis dringendere Strecken im Land ausgebaut waren. Inzwischen müssen die ersten, neu gebauten Fahrbahnen instandgesetzt werden.

 

Absolutes Sorgenkind des Autobahnmeisters ist die Strecke östlich des Uckermarkkreuzes, Richtung Penkun. Erst hatte die gerichtliche Auseinandersetzung mit einer Baufirma auf Jahre die Fertigstellung eines Teiles Richtung Stettin verhindert. Jetzt sind in einem neuen Abschnitt, hinter dem Uckermarkkreuz bis Höhe Wollin, seit dem Frühjahr 2010 Baufirmen im Gange.

 

Zugegeben: Die 4500 Meter ziehen sich über eine stark hügelige Landschaft der Endmoräne. Außerdem mussten zwei Brücken neu errichtet werden. Doch die mit 80 km/h dahin zuckelnden Autofahrer sehen keinen Fortschritt, was zusätzlich verdrießt. Nach Kählers Worten wurden die Brücken über die Gleise der Gramzower Museumsbahn sowie den Sieggraben neu gebaut. „Beide sind im Frühjahr 2011 fertiggestellt worden“, erläutert er. Zudem wurde die über den Vorfluter als Otter- und Amphibiendurchlass ausgerüstet. Danach aber zogen die mehr als reichlichen Niederschläge des Frühjahrs und Sommers einen dicken Strich durch alle Rechnungen des auf 5,7 Millionen Euro veranschlagten Projektes. „In diesem Abschnitt sind Unmengen von Erdreich zu bewegen, um die Anhaltesichtweiten der Kraftfahrer zu vergrößern. Das heißt, Senken werden verfüllt, Kuppen abgetragen.“

 

Dabei haben es die Firmen mit dicken Lehmbodenschichten zu tun, die das Wasser nicht genügend ableiten. Das verzögert Bauabläufe und -takte. Inzwischen sind auch die letzten Fristen verstrichen, um noch vor dem zu erwartenden Frost mit Zementarbeiten bei der Bodenverbesserung beginnen zu können. Auf ein Datum des Bauendes will sich der Autobahnmeister nicht festlegen. „Nur wenn wir in ein trockenes Frühjahr gehen, könnten wir im September 2012 zwischen den Kilometern 81,5 und 88 die Fahrbahnen wieder für den Richtungsverkehr freigeben.“

 

Solange werden die Anlieger der L 25 noch die Schwertransporte, unter ihnen viele mit Teilen für Windkraftanlagen, ertragen müssen. Denn die dürfen aufgrund ihrer Ausmaße nicht über diese Baustelle. Sie werden über die A 20 zur Abfahrt Prenzlau-Süd geschickt, um dann über Schmölln wieder auf die A 11 zu gelangen.

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