Nordkurier.de

1. Mai: Auf die Straße und ins Theater

Für beste Unterhaltung bei der Jubel-Party am 1. Mai im Anklamer Theater sorgt unter anderem die „Schöller-Band“ aus der Komödie „Pension Schöller“. [KT_CREDIT] FOTO:Theater
Für beste Unterhaltung bei der Jubel-Party am 1. Mai im Anklamer Theater sorgt unter anderem die „Schöller-Band“ aus der Komödie „Pension Schöller“. [KT_CREDIT] FOTO:Theater

VonVeronika Müller

Der 1. Mai ist der „Tag der Arbeit“ – in Ankam wird er der „Tag des Theaters“.
Der Grund: Wolfgang Bordel begeht sein 30-jähriges Intendantenjubiläum.
Eine Demo gibt es auch:
vom Theater zum Rathaus und zurück, wo dann die Party steigt.

Anklam.Wolfgang Bordel und die Vorpommersche Landesbühne – ein Gespann, das zusammengehört wie Topf und Deckel. 30 Jahre steht er dem Theater als Intendant vor – eine Zeit, die keiner seiner Vorgänger geschafft hat. Ein guter Grund für eine Jubel-Party. Aber der Chef hat es nicht so mit Lobhudeleien auf seine Person. „Sein“ Theater ist es, das gefeiert werden soll. Also gibt es am 1. Mai den ganzen Tag „Theater im Theater“. Los geht es mit einer Demo durch die Stadt.
Und die Slogans passen sich dem Tag und dem Anlass an – eben ganz Bordel: Wir demonstrieren für den Erhalt der Theaterlandschaft in Mecklenburg-Vorpommern, für die Verbreitung des lebenserhaltenden Theatervirus, für ein kulturvolles Anklam, für mehr Mut im Alltag, für mehr Lachen im Alltag, für gerechtete Löhne und Gagen (auch für Bänker), für sinnvolle Arbeit für alle, für mehr Freizeit – für den Weltfrieden. Damit dies auch Gehör findet, wird der Demonstrationszug mit Oldtimern aller Fahrzeugklassen unterstützt. Der technische Direktor des Theaters, Hans-Jürgen Engel, hat bereits einige Autos aufpoliert, um damit auf den Straßen Anklams ordentlich Staat zu machen.
Mit dabei ein echtes Schmuckstück, ein grünes Cabrio aus dem Jahr 1938. Zur Flotte wird auch der Barkas aus dem Jahr 1991 gehören. Angesagt hat sich zum Autocorso neben einem Jeep aus sowjetischer Produktion, der vielen Zuschauern aus zahlreichen Inszenierungen bestens bekannt ist, auch der „Honecker-Bus“ aus Dargen. Vor dem Rathaus wird der Bürgermeister „herausgefordert“, kündigen die Organisatoren dieser ungewöhnlichen, aber sicher amüsanten Maidemonstration an.
Für Überraschungen ist offensichtlich ausreichend gesorgt, denn auch andere Künstlergruppen wie der Anklamer Carneval-Club und das Fritz-Reuter-Ensemble haben bereits ihre Teilnahme signalisiert. „Wir setzen außerdem auf viele, viele Anklamer Einwohner, die diesen bunten Umzug nicht nur begleiten, sondern sich einreihen und so noch prächtiger werden lassen“, sagt Pressesprecherin Martina Krüger.
Im Anschluss an die Demo gibt es auf dem Theaterhof ein zünftiges Mai-Fest mit Bockwurst und Bier und vielen Lobreden auf den Intendanten. Neugierige dürfen ab 12.30 Uhr ganz ungeniert das Haus inspizieren, die Werkstätten besichtigen und hinter die Kulissen blicken.
Kinder können Kostüme aus dem Fundus probieren und sich schminken lassen. Natürlich dürfen die Kleinen sich auf der Hüpfburg austoben oder ihre malerischen Talente an der Malstraße testen. Währenddessen können sich die Großen Ausschnitte aus aktuellen Theaterproduktionen ansehen. Es spielt die „Schöllerband“ aus „Pension Schöller“ und Piet Oltmanns lädt alle Besucher ein, sich doch selbst mal auf der Bühne zu versuchen. Den Schlusspunkt dieses aufregenden Theatertages setzt – „Die Peene brennt“ lässt grüßen – ein kräftiger Kanonendonner, der pünktlich um 16 Uhr gezündet wird.

Mehr zu diesen Themen
Jetzt die Nordkurier App für Smartphone und Tablet installieren.
Jetzt die Nordkurier App für Smartphone und Tablet installieren.
×