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26 Einbrüche in Loitz: Das Maß ist voll!

Ist Ihr Haus sicher vor Einbrechern? Anhand dieser Darstellung wurde beim Treffen deutlich, wie viele Schwachstellen es geben kann und wie leicht es Ganoven haben, sich Zugang zu verschaffen. [KT_CREDIT] FOTO: Quelle Polizei-Prävention
Ist Ihr Haus sicher vor Einbrechern? Anhand dieser Darstellung wurde beim Treffen deutlich, wie viele Schwachstellen es geben kann und wie leicht es Ganoven haben, sich Zugang zu verschaffen. [KT_CREDIT] FOTO: Quelle Polizei-Prävention

26 Angriffe auf Loitzer Firmengebäude – das sind eindeutig zu viele. Darin sind sich die geschädigten Geschäftsleute, die Polizei und der Loitzer Bürgermeister Michael Sack einig. Der hatte jetzt zu einer Gesprächsrunde eingeladen, bei der es neben dem aktuellen Sachstand hauptsächlich um präventive Maßnahmen ging. Björn Strüwing, Polizeihauptkommissar aus Greifswald, machte unmissverständlich klar, dass die Übergriffe auf Loitzer Firmen im Vergleich zu anderen Städten über proportional hoch ist.

Er bat um Verständnis, keine konkreten Angaben zum Ermittlungsstand machen zu können, nur so viel: „Wir sind optimistisch, in den nächsten 14 Tagen zuzuschlagen, um somit eine Reihe von Dingen klären zu können“, berichtete er. Zu den 26 Firmenangriffen kommen auf das Loitzer Straftaten-Konto seit Januar 2013 auch Diesel- und Kupferdiebstähle sowie Garteneinbrüche – allein im März verschafften sich bisher noch unbekannte Täter Zugang zu sieben Lauben. Hinzu kommen noch Übergriffe auf Einfamilienhäuser.

„Allerdings beschäftigen uns solche Zwischenfälle sehr und beunruhigen die Menschen in der Stadt auch“, hieß es aus den Zuhörerreihen. Einige Geschäftsleute und von Einbrüchen betroffene Personen waren der Einladung von Bürgermeister Sack zu dieser Präventionsveranstaltung gefolgt. Sie berichteten von Einzelfällen, die deutlich machten, dass niemand auf einen Einbruch wirklich vorbereitet ist und in der Notsituation auch nicht entsprechend reagiert. „Wenn die Täter so lange Zeit haben, um gleich mehrere Schuppen oder Lauben auszuräumen, dann waren diese nicht ausreichend gesichert“, lenkte Mario Tschirn, Mitarbeiter der Polizeiinspektion Anklam, den Fokus auf das Thema Prävention. Jeder sollte sein Eigentum, sei es in den Geschäftsräumen oder im privaten Bereich, gründlich schützen: Welche Schlösser sind eingebaut? Befindet sich Sicherheitsglas in den Fenstern?

Mario Tschirn wurde nicht müde zu betonen, dass alle Anschaffungen für den Sicherheitsbereich einer DIN- und VdS-Norm entsprechen sollten. „Sie sollten nicht die billige Variante wählen, sondern sich im Fachhandel gut beraten lassen“, appellierte er an die Loitzer Geschäftsleute. Über die mechanische und elektronische Sicherung hinaus unterbreitete Bürgermeister Michael Sack das Angebot zur Gründung eines Sicherheitsnetzwerkes für die Stadt: „Wollen wir uns zusammenschließen?“, stellte er die Frage in den Raum. Denn nach seiner Ansicht kann im Notfall mit vereinten Kräften – natürlich in enger Zusammenarbeit mit der Polizei – besser reagiert werden. Es könnte eine gemeinsame Anlaufstelle geben, bei der der Notruf aufläuft und von der sofort eine Maßnahmenkette ausgelöst wird. Zum konkreten Schluss kam es bei dem ersten Treffen nicht: „Das Angebot steht, wir können uns gerne wieder treffen“, wiederholte der Bürgermeister sein Angebot.

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