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84-Jährige seit erstem Heimattreffen dabei

Elisabeth Strolat kommt seit über 20 Jahren regelmäßig zu den Heimattreffen nach Anklam. Diesmal hat die 84-jährige Greifswalderin ihren Cousin Harry Klammer mitgebracht. [KT_CREDIT] FOTO: C. Müller
Elisabeth Strolat kommt seit über 20 Jahren regelmäßig zu den Heimattreffen nach Anklam. Diesmal hat die 84-jährige Greifswalderin ihren Cousin Harry Klammer mitgebracht. [KT_CREDIT] FOTO: C. Müller

VonClaudia Müller

Elisabeth Strolat kommt bereits seit über 20 Jahren zu den Heimattreffen
im Anklamer Volkshaus.
Die 84-Jährige, die alleine lebt, schätzt vor allem die nette Gesellschaft.

Anklam.Elisabeth Strolat freut sich jedes Mal auf die Heimattreffen im Anklamer Volkshaus. „Es ist immer sehr schön und man ist in Gesellschaft“, sagt die 84-Jährige. Denn wenn man allein lebt, falle einem ja die Decke auf den Kopf, wenn man nicht unter Menschen kommt. Zur Veranstaltung am vergangenen Wochenende war Elisabeth Strolat, deren Familie aus dem früheren Kreis
Karthaus in Westpreußen stammt, mit ihrem Cousin Harry Klammer gekommen. Doch wenn sich keine Begleitung findet, setzt sich die frühere Buchhalterin auch selbst ins Auto, um von Greifswald nach Anklam zu kommen.
Sie gehörte 1991 zu den Teilnehmern der allerersten Veranstaltung, die der Bund der Vertriebenen in Anklam organisiert hatte. Und seither verstärkt Elisabeth Strolat natürlich so oft wie möglich auch die Runde der Danziger und Westpreußen, auch wenn aus der Gegend, in der ihre Eltern eine Bauernwirtschaft hatten, stets nur sehr wenige Teilnehmer dabei sind. Ihre Familie musste den Kreis Karthaus im Januar 1946 verlassen und landete zunächst auf Rügen und dann in Greifswald, ehe sie in Groß Kieshof bei Neuenkirchen ein neues Zuhause fand. Als Elisabeth Strolat dann später heiratete, zog sie nach Greifswald, wo sie immer noch lebt. Insgesamt waren zum Jubiläum „20 Jahre Heimattreffen Danzig-Westpreußen“ am vergangenen Sonnabend rund 160 Gäste ins Volkshaus gekommen, doch abgesehen von Elisabeth Strolat meldete sich nur noch eine Handvoll, als nach den „Urgesteinen“ gefragt wurde, die schon 1991 dabei waren.
Manfred Schukat und Friedhelm Schülke vom Anklamer Bund der Vertriebenen hatten für das Treffen übrigens erneut ein abwechslungsreiches Programm organisiert. Der Posaunenchor Bansin, der Lassaner Chor und der Opernsänger Peter Schmidt sorgten für die musikalische Unterhaltung. Zudem war die stellvertretende Vorsitzender der Landsmannschaft Westpreußen, Sibylle Dreher, der Einladung in die Hansestadt gefolgt. Bei den Heimattreffen steht jetzt die übliche Sommerpause an, die nächste Veranstaltung ist im September geplant.

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