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Aus alt mach neu: Gesperrte Brücke mit neuem Schliff

Seit dem vergangenen Jahr ist die Brücke bei Landskron gesperrt. Nun soll sie komplett neu aufgebaut werden. Insgesamt sind dafür 240 000 Euro veranschlagt.  FOTO: ZVG
Seit dem vergangenen Jahr ist die Brücke bei Landskron gesperrt. Nun soll sie komplett neu aufgebaut werden. Insgesamt sind dafür 240 000 Euro veranschlagt. FOTO: ZVG

Von unserem Redaktionsmitglied
Veronika Müller

Die Brücke Landskron ist alt und morsch – nun soll eine neue her. Kostenpunkt 245000 Euro. Doch Fördermittel reduzieren
die Gemeindeausgaben
auf 6000 Euro.

Landskron/Spantekow.Das ist ein klassisches Beispiel dafür, wie aus 245000 Euro Baukosten dank zahlreicher Fördertöpfe 6000 Euro werden. Die Gemeinde Spantekow freut es. Auf diese Weise sparen sie richtig Kohle und bekommen obendrein sogar eine neue Brücke, die nach Fertigstellung sowohl den Ansprüchen von Besuchern, Anwohnern als auch Land- und Forstwirschaft genügt. „Wenn wir da nicht Ja sagen, dann sind wir mit dem Klammerbeutel gepudert“, sagt Bürgermeister Reinhardt Elstner und macht klar, welches Schnäppchen der Gemeinde damit gelingt.
Bereits vor über einem Jahr war klar: Die Brücke im Landgrabental braucht dringend eine Sanierung. Die Kosten wurden damals auf rund 6000 Euro geschätzt. Der ortsansässige Forstbetrieb, die Ivener Agrar GmbH und Gemeinde wollten sich zu je einem Drittel an der Maßnahme beteiligen. Das Problem dabei: Die Belastung der Brücke würde eingeschränkt und die Fahrbahn enger werden. Damit war der Forstbetrieb nicht einverstanden und stieg aus dem Projekt aus, weil die Brücke durch dieses Vorhaben für ihre Transporte zu schmal sei.
Mit Hilfe des Staatliches Amtes für Landwirtschaft und Umwelt geht es nun über das Bodenordnungsverfahren in die nächste Runde. Das Ingenieurbüro Neuhaus & Partner hat ein weiteres Angebot erstellt, die Kosten ermittelt und dann stand fest: Für 245000 Euro gibt es eine neue Brücke. Verschiedene Fördertöpfe wie ländlicher Wegebau und Kofinanzierungsprogramme drücken die Gesamtkosten für die Gemeinde auf 8000 Euro. Und mit den nach wie vor zugesagten 2000 Euro der Ivener Agrar GmbH steht Spantekow wieder mit Baukosten von 6000 Euro da. Nur mit dem kleinen Unterschied: Statt einer notdürftig sanierten Brücke gibt es jetzt ein niegelnagelneues Teil mit asphaltierter Fahrbahn.
Die so genannte Einfeldbrücke bekommt an beiden Ufern Widerlager aus Stahlspundwänden, auf denen die Fahrbahnplatte sowie das Geländer aufgesetzt und montiert werden. Die Anlieger und Nutzer freut es, denn seit dem Sommer 2012 ist der Übergang gesperrt und verursacht weiter Umwege auf die andere Seite des großen Landgrabens. Wenn alles wie geplant klappt, kann bereits im Juli oder August mit den Arbeiten begonnen werden. Die Experten rechnen mit einer Bauzeit von elf Wochen. Danach sind die Zeiten von gesperrter Brücke und behelfsmäßigen Übergängen endlich Geschichte.

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