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Beim nächsten Mal klappt‘s auch mit den Besuchern

Für gute Laune auf dem Markt sorgte die Band „Hip-Hop“ von der Theaterakademie Zinnowitz. Sie brannte ein wahres Stimmungs-Feuerwerk ab.
Für gute Laune auf dem Markt sorgte die Band „Hip-Hop“ von der Theaterakademie Zinnowitz. Sie brannte ein wahres Stimmungs-Feuerwerk ab.

VonVeronika Müller

Es passte alles bei der Anklamer Musiknacht.
Nur eines fehlte: Der Massen-Ansturm. Nur rund 200 Anklamer tummelten sich an den Stationen.

Anklam.Es hätte alles so schön sein können. Die Musiker boten ein tolles Programm, die historischen Gemäuer waren das passende Ambiente und auch das Wetter spielte mit – dennoch war die erste historische Musiknacht in Anklam nicht der erhoffte Paukenschlag. Nur rund 200 Gäste pendelten zwischen Lilienthalgymnasium und Schwedenmühle – zu wenig, wie Cheforganisator Birk Ladwig gestern enttäuscht feststellte. „Es war eine Menge Arbeit, die wir als Veranstalter in dieses Event gesteckt haben. Schade, denn diejenigen, die zu Hause geblieben sind, haben viel verpasst.“
In der Tat: Gelungen der Auftakt im Lilienthal-Gymnasium, wo der Knabenchor mit Gästen einen launigen Einstand in den Abend gab. Doch hier wie auch am Pulverturm, wo Alexander Pluquet mit seiner Trompete und flotten Sprüchen ein unterhaltsames Zwischenprogramm bot, fanden sich zumeist nur kleine Zuhörergrüppchen ein. Im Steintor sorgte der Saxophonist Robert Fränzel für gute Stimmung und auf dem Marktplatz brannte die junge Band „Hip-Hop“ von der Theaterakademie Zinnowitz ein regelrechtes Stimmungsfeuerwerk ab – durchaus geeignet zum Mitsingen und Tanzen. Doch leider auch hier viel zu wenige Gäste. „Nimmersatt“ – in letzter Sekunde für eine andere Band eingesprungen – bot in gewohnt ausgezeichneter Qualität Satzgesang und Swing vom Feinsten. Mitsingen war hier nicht nur ausdrücklich erlaubt, sondern auch erwünscht.
Und jene, die den Marsch über die Peenetor-Brücke wagten, wurden von Clown Jopi mit Dudelsack-Melodien erfreut. In der Schwedenmühle dann wartete Rudi Feuerbach. Der ehemalige Gittarist von „Keimzeit“ ließ so manches Musik-Fan-Herz höher schlagen. Gut organisiert auch die Versorgung mit kleinen Appetithäppchen am Steintor und vor der Bäckerei Grützmann sowie Getränken aller Art bei fast allen Veranstaltungen
Einer, der sich sichtlich wohl fühlte, war Magnus Eriksson von der schwedischen Botschaft. „Die Idee ist toll und das Programm auch“, lobte er die Veranstalter. Diese lassen sich übrigens von dem zaghaften Auftakt nicht entmutigen. „Wir machen weiter. Es gibt mit Sicherheit eine Neuauflage“, sagt Birk Ladwig, der dann sogar mit der Abschluss-Party in der Nikolaikirche zufrieden war. Die integrative Band „Seeside“ aus Greifswald mischte das Publikum noch einmal so richtig auf.

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