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Brachte Einbrecher den Hofhund um?

VonStefan Hoeft

Läuft im Tollensetal bei
Neu Tellin ein Hundemörder herum? Die Vermutung liegt nahe, die Polizei ermittelt. In diesem Fall allerdings auch wegen Einbruchs.

Neu Tellin.Böses erlebte am Wochenende der Besitzer eines der wenigen Grundstücke im Alt Telliner Ortsteil Neu Tellin. Er lebt dort nicht dauerhaft, hält auf dem alten Hof jedoch Kleintiere und Schafe. Und ein vierjähriger Boxer soll eigentlich dafür sorgen, dass das leerstehende Wohnhaus und sein Nebengelass keinen ungebetenen Besuch bekommen. Von Freitag zu Sonnabend habe es nun trotzdem einen Einbruch gegeben und obendrein starb wenig später der vierbeinige Aufpasser, wie die Anklamer Polizeisprecherin Ortrun Schwarz gestern gegenüber dem Nordkurier bestätigte.
Am Abend zuvor zeigte sich noch alles in bester Ordnung und der Hund sozusagen „boxerfidel“. As sein Herrchen tags darauf nach dem Rechten schaute, fand er die Stallanlage indes geöffnet und den Vierbeiner sprichwörtlich am Boden, sichtlich mit dem Tode ringend. Zwar rief er noch Tierarzt Dr. Olaf Hecht aus dem nahen Wietzow, aber auch der konnte den Hund nicht mehr retten.
Alle Anzeichen und der zuvor gute Zustand des Boxers sprächen für den Verdacht einer Vergiftung, urteilte der Veterinärmediziner hinterher. „Es ist aber schwierig, eine Vergiftung nachzuweisen“, erklärte er unserer Zeitung. Dafür müsste ein Speziallabor herangezogen werden, und diese Analyse sei sehr teuer.
Trotzdem gehen ihre Kollegen erstmal davon aus, dass der Experte mit seiner Vermutung Recht hat und ermitteln wegen eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz, verdeutlichte die Polizeisprecherin. Außerdem gehe es ja noch um den Einbruch, auch wenn auf den ersten Blick anscheinend nichts gestohlen wurde. Wer der Täter sein könnte, liegt aber noch im Dunkeln.

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