Fr. 01. Juni 2012
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Nach Feuerwehr-Einsatz von Jörg Foetzke

Dachstuhlbrand sorgt für Zoff im Anklamer Rathaus

Der Dachstuhlbrand in der Mühsam-Straße hat ein Nachspiel im Anklamer Rathaus. Weil die enge Fahrbahn der Feuerwehr Probleme machte, „brennt nun der Baum“ zwischen Ordnungs- und Bauamt.

Mühsam-Straße
Die Probleme der Feuerwehr in der Mühsam-Straße haben nun ein Nachspiel im Anklamer Rathaus.
Foto: Katja Müller
Anklam (jfk)  

Nachdem Ordnungsamts-Chef Dirk Bierwerth bereits unmittelbar nach dem Brand mit Kritik an der sanierten Straße nicht hinter Berg hielt, legte er noch einmal nach: „Die Straße ist Murks“, machte er deutlich. Die Fahrbahn sei zu eng geschnitten und man könne den Anwohnern in der Siedlung ja schwerlich das Parken vor ihren Reihenhäusern verbieten. Doch mit seiner Meinung hat sich der Ordnungsamtsleiter bei Baudezernentin Sylvia Thurow nicht gerade beliebt gemacht. „Wenn Herr Bierwerth so etwas äußert, ist das seine persönliche Meinung“, meinte sie kurz angebunden.

Lösung wird gesucht

Die Sanierung der Erich-Mühsam-Straße sei unter Berücksichtigung aller Aspekte nach geltenden Standards und Vorschriften ausgeführt worden. Mit der Einrichtung als Einbahnstraße habe man auch der Verkehrssituation Rechnung getragen. Mit einem breiteren Ausbau der Mühsam-Straße hätte sich die Stadt den Unmut der Anwohner zugezogen, denn dann hätten sie höhere Anliegerbeiträge berappen müssen. Sylvia Thurow wollte sich zu den „Problem“ in der Mühsam-Straße nicht weiter äußern, „ bevor ich den Bürgermeister darüber informiert habe“. Da Michael Galander jedoch noch seinen Jahresurlaub genießt, griff Stellvertreter Detlef Butzke die Sache auf.

Er bestellte die beiden Sachgebietsleiter zur Beratung ein und verpflichtete sie, gemeinsam innerhalb der nächsten 14 Tage einen Lösungsvorschlag zu erarbeiten, der dann dem Bürgermeister nach seiner Rückkehr aus dem Urlaub zur Beratung vorgelegt werden soll. Die unterschiedlichen Ansichten von Bierwerth und Thurow sieht Butzke nicht als Meinungsverschiedenheit im eigentlichen Sinn. Jeder habe aus seiner fachlichen Sicht argumentiert und da sei es natürlich, dass es unterschiedliche Prioritäten gebe. Wichtig sei jedoch, dass sich die Verwaltung einen einheitlichen Standpunkt bilde, wobei jeder Fachbereich konstruktiv mit den Positionen aus anderen Abteilungen umgehe.

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