Do. 31. Mai 2012
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Landwirtschaft von Redaktion

Die Regenmacher von Zinzow

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Die Kreisberegnungsanlage bei ihrer Fahrt über die Ackerflächen um Zinzow. Die Länge des Bewässerungsarmes variiert zwischen 300 und 600 Metern. Bis zu 100 Metern in der Stunde ist das Gefährt schnell. FOTOs: Katja Müller
Von unserem Redaktionsmitglied
Katja Müller

Wenn auf den Wettergott mal wieder kein Verlass ist, dann schalten die Zinzower ihre Kreisberegnungsanlage ein. Per Knopfdruck können 230 Hektar Ackerland bewässert werden.

Zinzow.Schlangengurken oder Zucchini aus Zinzow – das muss kein Traum bleiben. Denn die Zinzower Agrar hat viel Geld in die Hand genommen, um diesen Traum etwas näher rücken zu lassen. Marco Gemballa und seine Kollegen sind
jetzt nicht nur Landwirte, sondern auch Regenmacher. Auf Knopfdruck können sie mit der neuen Kreisberegnungsanlage 230 Hektar Ackerfläche bewässern. Das sind immerhin 40 Prozent der gesamten Anbaufläche des Zinzower Betriebes. Fast ein Jahr Bauzeit und Planung sind nun vergangen und die bis zu 600 Meter langen
Metalkonstruktionen rollen über die Felder und beregnen die Pflanzen.
15 Liter Wasser pro Quadratmeter kann die Anlage verteilen. Dafür sorgen unter
anderem drei Pumpen, die das Wasser aus dem Peene-
Südkanal auf die Ackerflächen befördern. Mit einem Druck von rund acht Bar wird das kostbare Nass
durch die Leitungen gepumpt. Und allein die sind schon eine bauliche Meisterleistung. Insgesamt 7,5 Kilometer lang ist das Rohrsystem, dass das Wasser zu
den insgesamt sechs Maschinen bringt. „Wir haben sie 1,20 Meter tief vergraben,
sodass auch auf dem Acker
gearbeitet werden kann, ohne dass irgendwer eine Leitung trifft“, erklärt der Zinzower Geschäftsführer.
Als Marco Gemballa dann den Knopf betätigt und
das langarmige Gerät ins Rollen kommt, strahlen seine
Augen. „Es ist wirklich toll, dass wir hier diese Technik aufbauen konnten, die Pflanzen sehen wesentlich besser aus, wenn wir sie zusätzlich wässern können“, so der
Vize des Ostvorpommerschen Bauernverbandes. Sogar zum Kühlen der Pflanzen sei die Anlage ausgelegt. Jede einzelne Düse lasse sich steuern und auch die Geschwindigkeit. Nur der Standort, der
ist fest.
Alles in allem war es keine kleine Investition. Sage und Schreibe 900000Euro hat der Landwirtschaftsbetrieb für die Beregnungsanlage ausgegeben. „Das Geld muss jetzt allerdings erst
einmal wieder reinkommen“, schiebt Marco Gemballa hinterher.
Die Effizienz dieser Maschine sei bestens. „Bei anderen Anlagen landen nur 70 Prozent des Wassers wirklich
auf den Pflanzen, hier
bei der Kreisberegungs-
anlage sind wir mit 85 Prozent ganz weit vorn mit
dabei, begründet er die
Wahl dieser Maschine.

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k.mueller@nordkurier.de
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