Fr. 11. Mai 2012
Drucken 
Landkreise/Kreisfreie Städte von Redaktion

Die Rückkehr der Lokalpatrioten

Die Wünsche des Kreistages nach alten Kfz-Kennzeichen wie ANK und WLG sind beim Bund angemeldet. Nun soll es noch eine Nachmeldung geben: Die SPD will einen Beschluss zu Gunsten von USE für die Insel Usedom.

Insel-SPD wirbt für USE.
Falko Beitz (l.) und Paul Pazdzior von der Insel-SPD werben für das USE-Kennzeichen.
Foto: nk
Anklam/Greifswald/Usedom (cm/wei)  

Lokalpatrioten könne sich freuen, denn die alten Auto-Kennzeichen rücken in greifbare Nähe. Noch vor der Sommerpause will der Bundesrat eine Änderung der Zulassungsverordnung verabschieden, nach der sich Autofahrer bestimmte Kennzeichen für ihre Fahrzeuge wählen können. So hatte der Kreistag Vorpommern-Greifswald beschlossen, dass im Landkreis künftig die Altkreis-Kfz-Kennzeichen PW, SBG, UEM, WLG, ANK und GW zugelassen werden sollen. Diese Wünsche werden vom Land unterstützt und sind über Schwerin an das Bundesverkehrsministerium weitergeleitet worden.

 

Dort wird voraussichtlich bald ein weiterer Antrag aus Vorpommern-Greifswald eingehen. Denn die Kreistagsfraktion der SPD will erreichen, dass auch das Kennzeichen-Kürzel USE für die Insel Usedom möglich wird. Für die Juni-Sitzung des Kreistages haben die Sozialdemokraten daher eine Beschlussvorlage erarbeitet, damit das USE-Kennzeichen ebenso wie die anderen Alt-Kennzeichen künftig an Interessenten vergeben werden kann.

 

Verkehrsminister Volker Schlotmann (SPD) habe dem bereits zugestimmt, erklärte der stellvertretende Fraktionschef Günther Jikeli. Außerdem könne auch die Nachbarinsel Rügen ihr Kennzeichen RÜG nutzen. Usedom, der zweitgrößten deutschen Insel, sollte daher nicht zuletzt aus Marketing-Gründen ebenfalls die Chance auf ein „identitätsstiftendes Kfz-Kennzeichen“ gegeben werden, heißt es in der Beschlussvorlage. Bekanntlich hatte die SPD-Fraktion bereits den ersten Antrag zu Gunsten der Alt-Kennzeichen in den Kreistag eingebracht.

 

Derweil bestimmt das neue VG-Kennzeichen für den Großkreis Vorpommern-Greifswald zunehmend das Straßenbild. Es ist seit Februar rund 8500-mal vergeben worden, so Kreis-Sprecher Achim Froitzheim. Dabei handelt es sich um ganz normale Umschreibungen von Fahrzeugen aus anderen Landkreisen, vor allem von außerhalb Mecklenburg-Vorpommerns, und um Neuzulassungen. Das VG-Kennzeichen wird übrigens auch dann weiter vergeben, wenn künftig die Alt-Kennzeichen mit den Städtekürzeln wieder eingeführt werden.


Dies wird jedoch frühestens zum Jahresende so weit sein, vermuten die Fachleute aus der Straßenverkehrsbehörde. Erst muss das entsprechende Gesetz in Kraft treten. Dann erst wird die Software programmiert, die es der Behörde ermöglicht, mehrere Kennzeichen zuzuteilen. Das wiederum geht nicht ohne Absprachen mit der Versicherungswirtschaft, dem Finanzministerium und dem Kraftfahrtbundesamt. Dann aber kann der Ansturm auf die alten Städte-Kürzel endlich losbrechen.

Bookmark and Share
Kontakt

Vorpommern Kurier

Markt 7
17389 Anklam
Telefon: 0800 2067030 (kostenfrei)
Fax: 039712067-28
E-Mail: az@nordkurier.de