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„Die Zwillinge“ sind bei den Treffen im Anklamer Volkshaus immer dabei

Von unserem RedaktionsmitgliedClaudia Müller

Mit 75 Jahren ein Herz und eine Seele: Gerda Arndt und Roswitha Sakautzki gehören zu den fleißigen Helfern
bei den Heimattreffen.

Vorpommern.„Die Zwillinge“ sind stets dabei, wenn Besucher aus nah und fern zu den Heimattreffen ins Anklamer Volkshaus kommen. Sie helfen im Vorfeld dabei, die Veranstaltungshalle mit Fahnen und Blumen zu schmücken, sorgen Hand in Hand für belegte Brötchen und Kaffee und geben Kuchen und Mittagessen aus.
Und wenn sie mal Pause haben, schlendern sie Arm in Arm zum Bücherstand oder genießen gemeinsam das Kulturprogramm, dass der Anklamer Bund der Vertriebenen für jedes Heimattreffen auf die Beine stellt. Wie es sich für richtige Zwillinge gehört, sind die beiden 75-Jährigen am gleichen Tag geboren worden, nämlich am 17. Oktober 1937. Doch sie sind gar nicht miteinander verwandt und Roswitha Sakautzki wollte es auch erst gar nicht glauben, dass ihre Reisebekanntschaft tatsächlich am gleichen Tag Geburtstag feiert. Doch Gerda Arndt lieferte ihr mit ihrem Ausweis den Beweis. Seither sind die beiden Frauen beste Freundinnen. Und unter den Organisatoren und Helfern der Anklamer Heimattreffen werden sie nur noch „die Zwillinge“ genannt. Auch sie selbst haben an dem schönen Zufall ihre Freude. „Hier ist dein Zwilling“, melden sie sich, wenn sie miteinander telefonieren.
Gerda Arndt, deren Familie aus Ostpreußen stammt, lebt in Anklam, wo sie 41 Jahre lang als Kindergärtnerin tätig war. Ihre Freundin Roswitha Sakautzki war Verkäuferin und wohnt mit ihrem Mann in Jarmen. Aber sie besuchen sich oft und nehmen gern an den Reisen teil, die Manfred Schukat und Friedhelm Schülke vom Bund der Vertriebenen organisieren. „Wir halten uns im Bus gegenseitig immer einen Platz frei“, erzählen die „Zwillinge“.
Bei den Heimattreffen gehören sie zum Team der ehrenamtlichen Helfer, die unter anderem für das leibliche Wohl der Teilnehmer sorgen. „Das macht uns Spaß – jeder freut sich, hier zu sein, weil es immer so gemütlich ist“, sagt Gerda Arndt. Die Freundinnen kennen viele der Teilnehmer persönlich und plaudern gern mit dem ein oder anderen. Am meisten freuen sie sich aber über jede Gelegenheit, mal wieder als „Zwillinge“ zusammen zu sein.

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