Stephan Stracke plant ein neuen Projekt für die Grundstücke am Hafenvorplatz in Lassan. [KT_CREDIT] FOTO: Veronika Müller
Von unserem Redaktionsmitglied Veronika Müller
Seit Jahren liegen zwei Grundstücke mitten in Lassan brach. Doch nun will ein Investor aus Celle den Flächen Leben einhauchen.
Lassan.Der Dornröschenschlaf für zwei Grundstücke am Lassaner Hafen soll ein Ende finden. Seit fast einem Jahrzehnt liegen die Bauflächen brach. Der Projektplaner Stephan Stracke aus Celle hat sich in Lassan umgesehen und ist sicher: Hier ist einiges möglich. „Vor einigen Jahren habe ich bereits Kontakt mit dem Eigentümer der Grundstücke aus Hamburg gehabt. Er bat mich, das Projekt zu übernehmen. Doch damals war ich noch nicht bereit, mich auf das Abenteuer Lassan einzulassen.“ Stracke gibt jedoch zu, dass ihn Lassan immer wieder gedanklich beschäftigt hat. Vor knapp zwei Monaten hat sich der Celler Geschäftsmann entschieden: „Ich gehe das Vorhaben an.“ Kurzentschlossen stellte er seine Ideen für die Grundstücke im Bauausschuss vor. Die Stadtvertreter zeigten sich durchaus interessiert an dem „neuen“ Mann und seinen Plänen für die Grundstücke in direkter Hafennähe. Doch richtig konkret sei bisher nichts und alles noch möglich, so Stracke. Jetzt sind erst einmal die Architekten gefragt. Denn das bisherige Konzept vom vorwiegend betreuten Wohnen wird wohl über Bord geworfen. Ein reines Seniorenprojekt mit Betreuung sei nicht das, was er sich derzeit vorstelle, sagt Stracke. Eigentumswohnungen, Ferienappartements, gastronomische Einrichtungen inklusive Pension oder Hotel – das Spektrum sei breit, um in Lassan attraktiv zu bauen. Die Gebäude sollen sich dem Stadtbild anpassen – ohne gewollt auf alt getrimmt zu sein. „Für uns ist das Gesamtpaket wichtig. Ich habe Lassan kennen- und mögen gelernt. Es ist ein bezaubernder Ort, der mit seinem Hafen, der schnellen Anbindung zur Insel Usedom und dem Campingplatz allerhand zu bieten hat – für Einwohner, Urlauber und Tagesausflügler.“ Darauf wollen die Planer aufbauen. Doch zuerst müsse das Baurecht, das im Laufe der Jahre verfallen ist, wieder hergestellt werden. In ein bis zwei Monaten will Stracke dem Bauausschuss gemeinsam mit einem Architekten ein erstes Konzept vorstellen. Die Investoren- beziehungsweise Käufersuche soll folgen und bereits Ende des Jahres könnte ein konkretes Projekt auf dem Tisch liegen. „Ich bin optimistisch, dass es gelingt, hier etwas Attraktives auf die Beine zu stellen. Bisher habe ich nichts angefasst, von dem ich nicht sicher war, dass es funktioniert. Mit Lassan habe ich ein sehr gutes Gefühl.“ Kontakt zur Autorin: v.mueller@nordkurier.de