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„Endlich ist mal was los im Dörp!“

Im Ernstfall sähe der Rauch wohl ein bisschen anders aus: Hier halfen Nebelmaschinen. [KT_CREDIT] FOTOs: gabriel kords
Im Ernstfall sähe der Rauch wohl ein bisschen anders aus: Hier halfen Nebelmaschinen. [KT_CREDIT] FOTOs: gabriel kords

Von Gabriel Kords

Was tun, wenn der Wald brennt? Schnell vor Ort sein und löschen, weiß die Anklamer Feuerwehr. Doch wenn das alles bloß so einfach wäre...

Stretense/Anklam. „Endlich ist mal was los im Dörp!“, sagt ein Anwohner aus Stretense – und da hat er Recht: Fünf Feuerwehrautos und mehr als zwei Dutzend Kameraden stehen plötzlich auf dem Sportplatz. Ein Feuer? Nicht ganz: Zum Glück nur eine Übung! Die Anklamer Feuerwehr probt den Ernstfall: einen Waldbrand.

Und die erste gute Nachricht kommt gleich zu Beginn: Die Stretenser Ortswehr, inzwischen Bestandteil von Anklams freiwilliger Feuerwehr, kann ausrücken, es sind genug Kameraden einsatzbereit. Nur gut zehn Minuten nach der Alarmauslösung um 16.50Uhr setzt sich der alte Robur-Einsatzwagen knatternd in Gang. Wie für die meisten Dorfwehren ist es auch für die Stretenser alles andere als üblich, an Werktagen genügend Leute zusammen zu bekommen. Dass es dieses Mal klappt, ist also
durchaus mit ein bisschen Glück verbunden. Trotzdem: Im Brandfall wird stets auch die Anklamer Stadtwehr alarmiert, die im Fall der Stretenser Übung zeitgleich mit der Stretenser Wehr da ist.

Als die ersten Einsatzautos eintreffen, ziehen schon dichte Rauchschwaden aus dem Wald – es sieht fast aus wie ein echter Waldbrand. Bloß, dass dessen Rauch ein bisschen dunkler wäre und ein Feuer im Wald rasend schnell um sich greift. Das können die Kameraden mit ihren beiden Nebelmaschinen, extra geliehen für die Übung, natürlich nur eingeschränkt simulieren. Aber immerhin: Der Wald qualmt. Und so geht alles ganz schnell, als die Wehrleute vor Ort sind: Das Wasser liegt schon, den Schlauch haben die Stretenser bei der Anfahrt gleich mit verlegt. Und so startet keine Viertelstunde nach der Alarmierung der erste Löschangriff.

Anderthalb Stunden später ist fertig geprobt: „Das meiste hat gut geklappt, aber wir haben hinterher auch einige Schwachstellen ausgewertet“, erzählt der Vize-Wehrführer Heiko Laß: „Aber dafür ist so eine Übung ja auch da.“

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