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Flammen am Kartlower Schloss

Die Tutower Feuerwehr (im Bild) ging von Süden her gegen den Brand vor, von der anderen Seite griffen die Plötzer Kameraden an.  FOTOs: Stefan Hoeft
Die Tutower Feuerwehr (im Bild) ging von Süden her gegen den Brand vor, von der anderen Seite griffen die Plötzer Kameraden an. FOTOs: Stefan Hoeft

Schon von weitem wies eine große schwarze Rauchwolke am Mittwochabend den Weg zum Schloss in Kartlow. Glücklicherweise zerschlugen sich vor Ort aber alle Befürchtungen, das Mitte des 19. Jahrhunderts im Renaissance-Stil erbaute herrschaftliche Gemäuer könnte in Flammen stehen. Stattdessen war das kleine private Eigenheimgrundstück direkt neben dem markanten Bau betroffen: Ein Gartenhaus mit Anbauten hatte sich entzündet und brannte bei Ankunft der Kameraden gegen 17 Uhr bereits so lichterloh, dass es nichts mehr zu retten gab und es nur noch galt, Schaden für das Wohnhaus und weiteres Nebengelass zu verhindern.
Als erste trafen Kameraden aus Tutow ein, die von der Südseite her mit ihrem Tanklöschfahrzeug den um sich greifenden Flammen zu Leibe rückten, während die nur wenig später folgende Ortswehr aus Plötz den Brand von Norden her in die Zange nahm. Wasser hatte sie dank des nur wenige Meter entfernten großen Teiches im Schlosspark jedenfalls ungewöhnlich schnell und vor allem genug zur Verfügung. Gleichzeitig rollten weitere Löschkräfte und -technik heran, erst die Jarmener Stadtwehr, dann noch die zuständige Gemeindewehr Kruckow-Schmarsow. Letztere übernahm schließlich die Einsatzleitung von den Tutowern und sorgte zusammen mit den Plötzern für das Ersticken der letzten Glutnester.
Insgesamt waren an die 40 Kameraden und Kameradinnen vor Ort, hinzu kamen drei Einsatzwagen der Polizei. Kurz nach 18 Uhr war die Brandbekämpfung erledigt, von dem mit viel Holz errichteten Gartenhaus und seinem Inventar blieben nur noch rauchende Trümmer übrig. Als Grund für diesen Anblick geriet ein Ofen in Verdacht, was sich gestern dann bestätigte.
Der Kaminofen soll Ausgangsherd des Feuers gewesen sein. Die weiteren Ermittlungen dauern an. Der Sachschaden beträgt laut Aussagen der Polizei etwa 10000 Euro.

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