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Für die großen Fische gibt es nur eine Richtung

Die Autobahnbrücke im Blick: Jarmener Angler befestigten auch den Übergang zwischen ihrer Stadtkuhle und der Peene neu. Am Durchlassrohr haben sie wieder einen Metallkorb montiert. Der lässt Fische zwar in den Torfstich hinein, große Exemplare aber nicht wieder raus.  FOTO: Stefan Hoeft
Die Autobahnbrücke im Blick: Jarmener Angler befestigten auch den Übergang zwischen ihrer Stadtkuhle und der Peene neu. Am Durchlassrohr haben sie wieder einen Metallkorb montiert. Der lässt Fische zwar in den Torfstich hinein, große Exemplare aber nicht wieder raus. FOTO: Stefan Hoeft

Am Wochenende trafen sich zahlreiche Jarmener Hobbyfischer zu einem „Frühjahrsputz“ an der Stadtkuhle und am Stadtgraben östlich der Peenestadt, den Stamm-Pachtgewässern der örtlichen Petrijünger-Gilde. Dort gab es an den Ufern in Sichtweite der Autobahnbrücke so einiges zu tun, um wieder Ordnung zu schaffen.
Zudem kümmerten sich die Vereinsmitglieder um jenes Bauwerk, mit dem der alte Torfstich vom Fluss getrennt wurde und der für sie eine Art Übergang darstellt. Die Männer befestigten den Rand der künstlichen „Brücke“ mit neuen Holzplanken, die mittels Vorschlaghammer senkrecht in den Untergrund getrieben wurden. Immerhin verläuft hier ein großes Rohr durch den Damm, durch das ein Wasseraustausch zwischen beiden Seiten möglich ist.
Zeitweise verhindert allerdings eine extra eingebaute Klappe, dass bei Niedrigwasser der Peene der innere Wasserspiegel ebenfalls erheblich sinkt, denn im Winter könnte bei langem starkem Frost sonst der Torfstich zu weit durchfrieren und damit den Fischbestand ruinieren, erläutert Vereinschef Jens Wegner dem Nordkurier. Jetzt indes haben die Petrijünger wie jedes Jahr auf „ihrer“ Seite wieder einen extra angefertigten Metallkorb montiert, der zwar neue Beute für ihre Angeln herein lässt, aber keine größeren Fische hinaus.
Glücklicherweise passt aber längst nicht alles durch das große Rohr, werden sich die Petrijünger momentan sagen. Schließlich schwimmt dort auf der Peene-Seite seit einiger Zeit ein Wildschwein zwischen den vielen jungen Fischen herum – allerdings tot. Und da den Schwarzkittel-Kadaver offenbar niemand herausbekommt und entsorgt, verwest er zusehends an Ort und Stelle.

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