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Gutes zu tun, ist gar nicht so einfach

Von Jörg Foetzke

Noch ist nicht klar, welches Projekt die Bürgerstiftung Vorpommern in der Peenestadt fördern wird. Beim zweiten Treffen der Bürger für Anklam am 18. Juni soll nun
die Entscheidung fallen.

Anklam. Ein gutes Dutzend Anklamer Persönlichkeiten hatten die Macher der „Stiftung für Vorpommern“ kürzlich in die Filiale der Anklamer Volksbank/Raiffeisenbank eingeladen, um den künftigen Förderkurs der Stiftung für Anklam festzulegen. Die Stiftungsräte Reimer Friccius und Michael Hietkamp stellten die Bürgerstiftung in ihrer Ausrichtung und mit ihren bisherigen Aktivitäten in Greifswald vor. Dort finanziert die Bürgerstiftung die Ausbildung von „Bürgerpaten“, die ehrenamtlich Kinder und Jugendliche sowie ältere und behinderte Menschen betreuen.

Doch die anwesenden Anklamer waren von den Möglichkeiten offensichtlich überrascht. Detlef Stark, Chef der Anklamer Agrar GmbH, brachte es auf den Punkt. Er plädierte dafür, dass man so eine Entscheidung nicht über das Knie brechen, sondern sich Zeit zum Nachdenken nehmen sollte. Letztendlich wurde auch so entschieden, obwohl noch einige Förderideen zur Sprache gebracht wurden. Am 18. Juni soll nun der identische Personenkreis bei einem zweiten Treffen über Fördermöglichkeiten sprechen und eine Entscheidung fallen.

Stiftungsrat Michael Hietkamp sprach von einem interessanten Treffen. Allerdings äußerte er auch Befürchtungen, dass eine Förderliste aufgestellt wird, von der man nicht alle Punkte abarbeiten könne. Allerdings erhofft er sich von der Wahl des richtigen Projektes einen Aha-Effekt, der neben der Stiftung weitere Anklamer Finanzierungsquellen erschließt.

Teilnehmer wie Bernd Wieczorkowski und Marco Schulz zeigten sich interessiert und wollen am 18. Juni eigene Projektideen präsentieren. Aber es gab auch Kritik: „Das mag ja alles ehrenwert sein, ich habe allerdings nicht so richtig verstanden, worum es eigentlich geht“, meinte Peer Wittig, Chef des Anklamer Nikolaiförder-
vereins. Er will am nächsten Treffen nicht mehr teilnehmen.

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