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Wie kommt der Henkel an die Kanne? Auch diese Frage beantwortete der Neu Telliner Töpfer Jochen Löber an Pfingsten des Öfteren gleich in der Praxis. [KT_CREDIT] FOTOs: Stefan Hoeft
Wie kommt der Henkel an die Kanne? Auch diese Frage beantwortete der Neu Telliner Töpfer Jochen Löber an Pfingsten des Öfteren gleich in der Praxis. [KT_CREDIT] FOTOs: Stefan Hoeft

VonJörg Foetzke
und Stefan Hoeft

Ausgefallen und kunterbunt ging es an Pfingsten in Vorpommern zu: Die einheimischen Künstler luden in ihre Ateliere.

Vorpommern.Auch dieses Jahr schaffte es „Kunst:Offen“ wieder, zahlreiche Leute an kleine und verträumte Orte Vorpommerns zu locken, die sonst kaum im öffentlichen Interesse stehen. So wie beispielsweise das nur über Holperpflaster zu erreichende Alt Jargenow, wo Sil Zobel wohnt und arbeitet. Die Malerin, mittlerweile Stamm-Akteurin der landesweiten Aktion, konnte die Pfingsttage über ständig Gäste begrüßen und war sich nicht zu schade, sogar nach dem offiziellen Feierabend noch einmal ihr Atelier aufzuschließen.
Nach Japan hingegen entführten Tine und Jochen Löber auf ihrem Töpferhof in Neu Tellin, ein Ortsteil, der eigentlich nur bei „Kunst:Offen“ mal groß rauskommt. Denn die beiden hielten dieses Jahr eine Bilderausstellung und viele Informationen von einem mehrwöchigen Besuch bei Berufskollegen im Land der aufgehenden Sonne bereit. Natürlich zeigten sie auch, wie hierzulande Teller, Tassen und Krüge traditionell gedreht und gebrannt werden. Und als abends Live-Musik gespielt wurde, reichten die regengeschützten Plätze gar nicht aus – gut 60 Zuhörer drängten sich da zusammen.
Neben klassischen Künsten gab es auch Ungewöhnliches: Im Gutshaus Fasanenhof bei Spantekow gab’s davon gleich eine ganze Menge. „Tatoomanin“ Nathalie Sävert ließ Neugierige in ihr Tatoostudio schauen und eine ganz mutige Berlinerin legte sich gleich selbst unter die Nadel. Stichfest ist Nathalie Sävert noch auf ganz andere Weise: Als Kostümbildnerin sorgt sie seit Jahren schon dafür, dass die Schauspieler auf der Vineta-Bühne gut angezogen sind. Derweil hat ihr Mann Tibor Oltyan eine ganz neue Passion gefunden. Der ehemalige bordelsche Starschauspieler frönt jetzt mehr seiner handwerklichen Leidenschaft und baut individuell gestaltete Theaterspiegel.
Zum Kunstdorf entwickelt sich Rebelow. Neben Rainer Lindow, der sich als Maler einen Namen machte, präsentierte sich in dem Örtchen erstmals die Galerie Landgraben mit Fotografie von Moritz David Friedrich, dazu gab es was auf den Kopf von Hutmacherin Evelin Mauf.

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