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Infarkt! Herzpumpe rettet Usedomer

Karlsburg/Heringsdorf.Dass er diesen Herrentag noch erleben würde, darauf konnte Walter Haar aus Heringsdorf vor wenigen Wochen noch nicht einmal hoffen. Und auch, wenn der 64-Jährige es morgen nicht gerade krachen lassen wird – er ist wieder gut drauf. „Ja, ich bin wieder da“, sagt Haar, der derzeit in Bad Bevensen in Niedersachsen zur Reha ist. Anfang März erlitt der 64-Jährige einen schweren Herzinfarkt, lag zwei Wochen im Koma. Dann entschieden die Ärzte, ihm eine Mini-Herzpumpe einzusetzen, die künftig ständig seinen Herzmuskel unterstützt. Es ist das erste Mal in M-V, dass so ein Apparat eingesetzt wurde, bundesweit sind es gerade einmal 700. In den Augen der Karlsburger Mediziner stellt der Apparat eine echte Alternative zur Herztransplantation dar. Für Haar war es sogar die einzige Option.
So muss der 64-Jährige jetzt zwar dauernd einen kleinen Apparat bei sich tragen, aber damit werde er schon klarkommen, meint der ehemalige Schlosser lachend. Dass er nach den vielen Wochen im Krankenhaus jetzt sogar schon wieder laufen kann und auch schon mal draußen war, um ein bisschen vom Frühling mitzubekommen, macht ihn überglücklich.
Den Karlsburger Medizinern sei er unendlich dankbar: „Die haben mein Leben gerettet.“ Die Karlsburger denken derweil schon an weitere Patienten, denen sie mit der Spezialtechnik künftig helfen können. Und Walter Haar? Der hat nur einen Wunsch: Bald wieder zurück zu dürfen ins heimatliche Heringsdorf. Es sieht gut aus, sagen die Ärzte.gab

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