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Jetzt sucht jeder Erpel ein Schnatterinchen

Stockenten sind die häufigste Entenart in Vorpommern. Sie trifft man an manchen Orten zu Hunderten an. [KT_CREDIT] FOTOs: Norbert Warmbier
Stockenten sind die häufigste Entenart in Vorpommern. Sie trifft man an manchen Orten zu Hunderten an. [KT_CREDIT] FOTOs: Norbert Warmbier

VonKati und Norbert Warmbier

In Vorpommern hat nun
das große Schnattern begonnen, denn auf
der Insel Usedom sowie
den Renaturierungsflächen zwischen Loitz, Jarmen
und Anklam sind derzeit Tausende bunte Enten unterwegs.

Vorpommern.Schwäne, Gänse, Enten und Säger haben jetzt nach der langen, äußerst harten Winterzeit mit Balzspielen ihren Frühling eingeläutet.Dabei fällt selbst dem Laien auf, dass es zwei verschiedene Entengruppen gibt. So gehört die am häufigsten in Vorpommern anzutreffende Entenart, die Stockente, zu den Gründel-Enten, die sich getreu dem alten Kinderlied verhalten: „Alle meine Entchen Schwimmen auf dem See Köpfchen in das Wasser Schwänzchen in die Höh“. Zu dieser Gemeinschaft zählen aber auch noch Schnatter-, Pfeif-, Löffel-, Spieß-, Krick- und Knäkente.
Die andere Gruppe hat kein erhobenes Hinterteil, sondern wirkt schon beim Schwimmen wie eine Halbkugel und kann mithilfe eines kleinen Kopfsprunges bis zu 30 Sekunden unter Wasser verweilen. Darum auch der Name Tauchente. Die häufigsten gefiederten Unterwassertorpedos im Bereich zwischen Stettiner Haff und Randowbruch bei Löcknitz sind Reiher-, Tafel- sowie Schellenten.
Immer wieder erscheint jetzt auch im Peenetal und Lassaner Winkel die schmucke Kolbenente, von der nun Brutnachweise erwartet werden. Durch die Schaffung der Renaturierungsflächen im Peenetal der Anklamer Region gelang auch der Nachweis der seltensten mitteleuropäischen Ente überhaupt: der Moorente. Zu den Tauchenten kann man ebenfalls die Meeresenten rechnen, die auch alle im Usedomer Ostseeküstenbereich und Greifswalder Bodden als Durchzügler aus Skandinavien und dem Baltikum entdeckt wurden.
Gezählt wurden vor Kurzem: 88Trauerenten bei Ahlbeck, 120 Samtenten zwischen Peenemünde und Greifswalder Oie und 1500 Eiderenten ebenfalls bei der Greifswalder Oie. Manchmal sieht man auf offener See bei Peenemünde Hunderte Eisenten. Hier tummeln sich auch in gleichem Maße Bergenten.Gemeinsames Merkmal aller Entenvögel sind die Schwimmhäute und der recht breite Schnabel. Der Schnabel trägt an der Spitze eine harte Hornplatte, den Nagel. An den Rändern sitzen Hornlamellen. Mit dem Schnabel können sehr gut Nahrungspartikel aus dem Wasser geschnattert werden.

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