Februar 17, 2012
Drucken 
Leute von Redaktion

Karneval-Vereine beweisen langen Atem und feiern dieses Wochenende kräftig

FASCHING2_AZ
Die Tänzer des Görminer Faschingsvereins bei der Probe für die Party am Sonnabend.
Vonunseren Autoren
Ulrike Rosenstädt undSusann Moll

Es geht um die Gemeinschaft
und die Freude daran,
Programme zu präsentieren.
Die Görminer und die Tutower Karnevalisten schauen bereits
auf lange Vereinsjahre zurück.

Tutow/Görmin.Seit 40 Jahren wird in Görmin Karneval gefeiert. Dass bedeutet viel Spaß, doch natürlich auch viel Arbeit. Die investieren die Mitglieder des Karnevalclubs Görmin gegenwärtig auch in ihr Jubiläumsprogramm „Stars und Sernchen“. Eine Faschingsgala sollen die Gäste am Sonnabend ab 20Uhr präsentiert bekommen, und deshalb wird in diesen Tagen konzentriert geprobt. Die Fäden dabei fest in der Hand hat Präsidentin Christiane Hesse. Die zierliche Frau mit der durchsetzungsfähigen Stimme weiß genau, wo sie am Ende des Probenabends gemeinsam mit ihren Mitstreitern stehen möchte: „Die Programmteile müssen sitzen, die Abfolge klar sein, die Übergänge zwischen textlichen und musikalischen Darbietungen abgestimmt.“ Die Görminer schaffen das bis Sonnabend.
Schnell wird klar, im „Dörphus“ treffen sich Frauen und Männer, die Freude haben am Tanzen und Sketchespielen. Für Kostüme, Requisiten und somit den gesamten Fundus des Vereins ist Monika Niemann verantwortlich. „Sie kümmert sich toll um alles“, lobt die Chefin. Gemeinsam mit Diana Wienbrandt hat sie sich vor der Probe am Mittwoch Zeit genommen, um über die Arbeit im Verein zu sprechen. Beim Blick auf 40. Jahre Karnevalsgeschichte Görmin wird schnell klar, viele Namen müssten genannt werden, all jene, die sich schon Jahrzehnte sehr engagieren. Wie die beiden 70-jährigen Gerhard Reppin und Günter Witthus, die heute immer noch aktiv sind. Doch auch über den Einsatz der jungen Leute, die „noch gar nicht so lange im Verein mitmachen“ kann Christiane Hesse nur Gutes sagen. Das Vereinsmotto lautet übrigens „Einer ist nichts – gemeinsam sind wir Alles“ – in diesem Sinne herzlichen Glückwunsch zum 40. Vereinsgeburtstag.
„Wir sind aus Tutow, wir sind schlau, Tutow helau!“ Dieser Schlachtruf wird am kommenden Wochenende so einige Male zu hören sein. Der Tutower Karnevalsklub lädt morgen alle Faschingsverrückten in den Saal der ehemaligen Gaststätte „An den Tannen“ ein. In diesem Jahr wird nach dem Motto „Tutower Karnevalsnacht in der 60ern verbracht“ gefeiert. Und auch die Kleinen sollen nicht zu kurz kommen. Am Sonntagnachmittag findet ebenfalls „im Saal“ traditionell der Kinderfasching statt. Vor 33 Jahren begannen die Tutower die fünfte Jahreszeit zu feiern. Seit Anfang an dabei ist Roland Heiden. Er ist 1975 als Lehrer in die Gemeinde gekommen und erinnert sich, dass damals erst in Zemmin eine Bewegung entstand, die aber schnell wieder einschlief. Mit vielen anderen beschloss er selbst wieder Karneval in Tutow zu machen. 1979 wurde dann der TKK gegründet und das erste Mal gefeiert. Bis heute mussten nur drei Karnevalsnächte ausfallen, wegen eines Todesfalls oder zu wenig verkauften Karten. Dreißigmal wurde bereits unter dem Leitmotiv „Stimmung und Tradition“ getanzt, gelacht und verkleidet.
Bekannt wurde der Tutower Karneval auch durch einen Auftritt im DDR-Fernsehen. In der Sendung „Wennschon, dennschon“ hatten vier Männer des Vereins ihren großen Auftritt. „Wir haben damals Schwanensee von Tschaikowski getanzt und waren das beste Männerballett“, berichtet Roland Heiden.
Bookmark and Share
Kontakt

Vorpommern Kurier

Markt 7
17389 Anklam
Telefon: 0180 3 2067-03
Fax: 039712067-28
E-Mail: az@nordkurier.de