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Kennzeichen: Fast 200 neue UEMs

Von unserem Redaktionsmitglied
Gabriel Kords

Vor etwa drei Wochen startete die Ausgabe der neuen alten Kennzeichen. Die Nachfrage ist zwar nicht so groß wie erwartet – aber immerhin 500 Mal wurden die Kennungen schon vergeben.

Vorpommern.„Nach den Anfragen, die wir im Vorfeld hatten, hatte ich eigentlich einen größeren Andrang erwartet“, sagt Peter Weirauch, Leiter der Kfz-Zulassung beim Landkreis. Denn in den ersten beiden Wochen kamen gerade einmal 21 Bürger in die Zulassungsstelle, um von ihrem VG- oder OVP-Kennzeichen auf ein ANK-Kennzeichen zu wechseln. Wer allerdings sowieso zur Zulassungsstelle muss, weil er sein Auto neu anmelden oder den Fahrzeughalter verändern will und daher auch ein neues Kennzeichen benötigt, der greift gern zur ANK-Plakette: Bisher 97 Mal war das der Fall. Insgesamt wurden seit der Wiederzulassung der alten Schilder also schon über hundert neue ANK-Schilder ausgegeben.
Was die Zahlen, die Peter Weirauch für den Nordkurier zusammenstellte, allerdings auch verraten: Die Ueckermünder sind deutlich wechselfreudiger als der Rest des Kreises: Das UEM-Kennzeichen wurde schon 30 Mal an Wechsler ausgegeben und stolze 147 Mal bei Neuzulassungen. Damit sind fast 200 neue UEM-Kennzeichen unterwegs, unangefochtener Spitzenreiter im Landkreis.
Auch die Pasewalker können da nicht mithalten: 12 Wechsler kamen zur Zulassungsstelle, außerdem wurden 83 Pkw mit PW-Kennzeichen an- oder umgemeldet. Bei den Wolgastern gab es 11 Wechsel und 99 Neu- oder Ummeldungen. Am seltensten ist das GW-Kennzeichen. Es wurde früher für den 1994 aufgelösten Landkreis Greifswald ausgegeben und wurde bisher erst 5 Mal per Wechsel und 48 Mal bei Neu- oder Ummeldungen vergeben.
Die Strasburger müssen derweil noch einige Wochen auf das neue SGB-Kennzeichen warten: „Ich bin vorsichtig optimistisch, dass wir in einigen Wochen mit der Ausgabe starten können“, sagt Weirauch. Reserviert werden können die Schilder bereits, doch Weirauchs Behörde darf die Kennzeichnen erst ausgeben, wenn grünes Licht aus Berlin da ist. „Wenn das kommt, können wir aber unverzüglich mit der Ausgabe anfangen“, sagt Weirauch.
Ganz schlecht stehen bei den Altkennzeichen nur die Greifswalder da: Während sich die Landkreis-Einwohner völlig frei zwischen VG, ANK, UEM, PW, WLG und GW entscheiden können, heißt es für die Greifswalder weiter: HGW. Und zwar für alle Kreisstädter, ganz gleich, ob sie vielleicht lieber ein anderes Kennzeichen hätten. „Grund ist die Gesetzeslage“, erklärt Weirauch die Ungleichbehandlung der Landkreis-Einwohner in diesem Punkt.

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