Allerlei Fliegendes, Schwebendes und Fahrendes konnten die Zuschauer bewundern. Ein fliegender Teppich durfte ebenfalls nicht fehlen. [RS_CREDIT] FOTOs: Stefan Justa
Da gab‘s ordentlich was zu sehen: 600Zuschauer beim vierten Hallenfliegen des Anklamer Modellsportclubs im Volkshaus können sich nicht irren.
Anklam.„Ich bin begeistert. Der organisatorische Aufwand hat sich wieder einmal gelohnt.“ Beim Blick auf die Zuschauertribüne stand Volkmar Schiewe am Wochenende die Freude deutlich ins Gesicht geschrieben. Der Schatzmeister des Anklamer Modellsportclub und Vereinskameraden konnten beim Hallenfliegen im Volkshaus knapp über 600 Gäste begrüßen. Ob Hubschrauber, fliegende Teppiche, Flugzeugmodelle oder ein Heißluftballon: Wie schon in den Vorjahren kamen die Zuschauer auch bei der vierten Auflage dieser Veranstaltung voll auf ihre Kosten. 25Piloten präsentierten unterm Hallendach über 50verschiedene Modelle. „Wir freuen uns sehr darüber, dass das Hallenfliegen bei den Anklamern auch diesmal wieder so gut angekommen ist. Dass so viele Leute gekommen sind, ist ein schöner Lohn für den organisatorischen Aufwand“, sagte Volkmar Schiewe, der bereits vor 33 Jahren mit dem Modellsport-Virus infiziert wurde: „Mich hat die Leidenschaft für dieses Hobby im Alter von zehn Jahren gepackt und bis heute nicht mehr losgelassen“, so der 43-Jährige, der einer von insgesamt 15 Mitgliedern des Anklamer Modellsportclubs ist. Zu ihnen zählen unter anderem zwei Jugendliche. Mit Rolf Heiden präsentierte einer der beiden Youngster am Wochenende auch den fliegenden Menschen. Der „Sky-Man“ ist einer von zahlreichen Flugobjekten, die die Peenestädter in wochenlanger Arbeit zusammengebaut haben. Zuvor hatte Rolf Heiden für strahlende Kinderaugen gesorgt, als er mit einem Flieger Bonbons vom Himmel regnen ließ. „Ich denke, dass alle Besucher auf ihre Kosten gekommen sind. Es gab sogar zwei fliegende Autos zu bestaunen“, lautete das positive Fazit des Schatzmeisters. Das Fliegen in der Halle ist für ihn und seine Mitstreiter deutlich anspruchsvoller als unter freiem Himmel: „Wegen der Hallendecke und der vier Wände kann man sich keine groben Fehler erlauben.“ Von einem kostenintensiven Hobby kann beim Modellfliegen laut Aussage von Volkmar Schiewe nicht die Rede sein: „Sicherlich kann man sich richtig teure Flieger oder Hubschrauber kaufen, ein Großteil der Modelle ist mittlerweile aber erschwinglich.“ Für begeisterte Blicke unter den Zuschauern sorgten am Wochenende im Anklamer Volkshaus auch die Mitglieder des mecklenburg-brandenburgischen Ballonsportvereins. Vereinschef Peer Wittig und Co. ließen einen Heißluftballon durch die Halle schweben. „Zwar konnte der Ballon nicht ganz so hoch steigen, trotzdem war es eine beeindruckende Vorstellung“, erklärte Schiewe. Die Freiluftsaison beginnt für die Anklamer Modellsportler im April. „Wir sind dann immer sonnabends ab 14Uhr auf dem Flugplatz in der Nähe des Hundesportplatzes anzutreffen. Wer sich für unser Hobby interessiert, ist jederzeit herzlich willkommen“, macht Schiewe deutlich.