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Krach um Leistungstraining beim Fußballer-Nachwuchs

Neubrandenburg.Beim SV Nordbräu 78 hat es Zoff gegeben. Ein Teil der E-1-Mannschaft, das sind die Neun- bis Zehnjährigen, kehrte dem Verein den Rücken. Anlass, so Eltern gegenüber dem Nordkurier, soll die Einführung leistungsorientierter Trainingsmethoden durch den neuen sportlichen Leiter, Olaf Hahn, gewesen sein. Der bisherige Übungsleiter, Jörg Hofmann, sei entlassen worden, nachdem es Krach mit der Vereinsführung gegeben hatte. Er sei, so hieß es, bei den Kindern beliebt gewesen, weil er ihnen den Spaß am Ballspiel gelassen habe. Er soll sich geweigert haben, den neuen Trainingsplan umzusetzen. Die Kinder wechselten indes zum SV Turbine.
Jörn Schmöker, seit knapp zwei Jahren Vorsitzender des SV Nordbräu 78, bedauert, dass es dazu kommen musste, denn die Kinder seien dem Verein sehr wichtig gewesen. Das Vereinskonzept für den Nachwuchsbereich orientiert sich nach seinen Worten an der DFB-Richtlinie. „Danach sollten Kinder bereits im E-Bereich ein gewisses Leistungsniveau erreichen, was die sportliche Grundausbildung und die Entwicklung der Motorik betrifft. Das ist in jeder Sportart so“, erklärt Jörn Schmöker. Mit Olaf Hahn sei ein kompetenter Mann gefunden worden, der als Sportlehrer zudem pädagogisches Geschick mitbringe und mit Kindern umgehen könne.
Inzwischen sollen sich die Wogen beim SV Nordbräu geglättet haben. „Das Training findet mehr und mehr Anerkennung auch bei den Eltern“, so Jörn Schmöker. Er zeigt sich davon überzeugt, dass die bessere Ausbildung perspektivisch zur Hebung des fußballerischen Niveaus führt. Der Neubrandenburger Fußball habe das dringend nötig.khe

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