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Künstler zeigen, was ein Großkreis ist

Anklam.„Wir müssen mehr miteinander reden“, sagt Heidemarie Tworke, die sich an der Burg Klempenow für zeitgenössische Kunst engagiert. „Der Kreis ist so groß, wir müssen uns kennenlernen“, findet Brigitte Schöpf vom Soziokulturellen Zentrum St. Spiritus in Greifswald. „Wir gehören mit der Opernale eigentlich zum Kreis Vorpommern-Rügen, aber wir wollen schauen, was hier heute passiert. Die Kunstschaffenden müssen kompetenter Ansprechpartner für die Verwaltung sein“, sagt Henriette Sehmsdorf.
All diese Vorschläge will der neu gebildete Kunst- und Kulturrat des Landkreises in den nächsten Wochen besprechen und in Angriff nehmen. Zum symbolischen Gründungsakt trafen sich am Sonnabend 32 Künstler und Kulturschaffende in der Anklamer Nikolaikirche.
Die Organisatoren von „Vorpommern: weltoffen,demokratisch,bunt!“ waren genauso gekommen wie Verantwortliche vom Schloss Bröllin, dem Greifswald International Students Festival und dem Stadtmuseum Pasewalk. Hans-Jürgen Merkle vom Usedomer Kunstverein freut sich über das Engagement: „Vorpommern-Greifswald ist nur auf dem Papier vorhanden. Wir müssen etwas dagegen tun.“
Auch auf Landesebene haben die Kulturverantwortlichen Kenntnis genommen von den Ideen der Künstler. Michael Körner ist der Vorsitzende des Landeskulturrats. Mit gut gemeinten Ratschlägen – klein anfangen und überschaubar halten – und den besten Wünschen zum guten Gelingen, bot er gleichzeitig sein Wissen an: „Ich finde es beachtlich, dass sie zusammenkommen. Wenn Sie Hilfe benötigen, stehe ich Ihnen zur Verfügung.“
Am 16. Juni will der Kulturrat zum ersten Mal auf Schloss Bröllin zusammenkommen. Dann wollen die Mitglieder herausfinden, was der Rat eigentlich leisten kann und erste Ziele benennen.ar

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