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Land ziert sich als Partner für das Lilienthal-Museum

Anklam.Das preisgekrönte Otto-Lilienthal-Museum in Anklam sollte dem Land etwas wert sein. Immerhin handelt es sich um ein einmaliges Museum über den Flugpionier und die Geschichte des Flugwesens, das Besucher aus nah und fern anzieht. An einer so wichtigen Kultur- und Bildungseinrichtung muss sich das Land doch einfach finanziell beteiligen. Mit dieser Meinung steht Christian Schröder (IfA), Vorsitzender des Ausschusses für Stadtmarketing, Bildung und Soziales, nicht alleine da. Bereits seit geraumer Zeit bemüht sich die Stadtverwaltung im Auftrag der Stadtvertretung, Schwerin für eine Landesbeteiligung am Lilienthal-Museum zu begeistern. Das hat natürlich auch eigennützige Gründe: Ein Engagement des Landes würde die Stadt entlasten.
Doch bisher musste Anklam bei Gesprächen in den Landesministerien Absagen hinnehmen, informierte Beatrix Wittmann-Stifft kürzlich den Stadtmarketing-Ausschuss. Das Wirtschaftsministerium fühle sich nicht zuständig, das Kultusministerium habe kein Geld für eine regelmäßige Beteiligung und das Innenministerium würde nur im Notfall und einmalig einspringen. Aufgeben wolle man aber trotzdem nicht, zumal in allen Ministerien die Bedeutung des Lilienthal-Museums betont worden sei,so Wittmann-Stifft.
Die Stadt will nun voraussichtlich im Sommer die Ministerien, aber auch Landes- und Bundestagsabgeordnete zu einer Konferenz einladen, um für eine Unterstützung des Lilienthal-Museums und vor allem für das geplante „Ikareum“ in der Nikolaikirche zu werben. Zu dieser Konferenz soll die überarbeitete Machbarkeitsstudie für das Ikareum mitkonkreten inhaltlichen Plänen für das Erlebniszentrum zum Thema „Fliegen“vorliegen, sagte Beatrix Wittmann-Stifft. Die Chancen, dass Schwerin den Anklamern bei diesem ehrgeizigen Projekt unter die Arme greift, sind offenbar sehr viel größer als eine finanzielle Beteiligung am „Mutterhaus“. Die Ministerien haben jedenfalls angedeutet, dass eventuell eine gemeinsame Investitionsförderung für das Ikareum denkbar ist, sagte Wittmann-Stifft.cm

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