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Los entscheidet bei Jarmener „Tafel“

Am Dienstag nach dem Osterfest hatten die freiwilligen Helfer der Tutower Tafel alle Hände voll zu tun. Seit drei Jahren ehrenamtlich mit von der Partie ist Martina Timm (links).  FOTO: Ulrike Rosenstädt
Am Dienstag nach dem Osterfest hatten die freiwilligen Helfer der Tutower Tafel alle Hände voll zu tun. Seit drei Jahren ehrenamtlich mit von der Partie ist Martina Timm (links). FOTO: Ulrike Rosenstädt

Von unserem Redaktionsmitglied
Ulrike Rosenstädt

Das Team der Demminer Tafel kommt in Jarmen gut an. Bis zu 50 Frauen und Männer erscheinen inzwischen regelmäßig im Gemeindesaal der Kirche, wenn im Kalender steht: Manuela rückt an. Schließlich hat sie Gutes
im Gepäck und die Alltagssorgen werden durch das Hilfsangebot wieder ein ganzes Stück leichter.

Jarmen/Tutow.Von Berührungsängsten keine Spur mehr. Seit der Eröffnung der Jarmener Tafel zu Beginn dieses Jahres kommen bis zu
50 Personen,die die Hilfeleistung durch die Mitarbeiter der Demminer Tafel in Anspruch nehmen, in den Gemeindesaal.
Schon nach dem ersten Termin konnte eine ehrenamtliche Helferin für das Projekt gewonnen werden. „Es läuft dort alles sehr ruhig und freundlich ab und wir sind wirklich sehr froh, dass die Tafel in Jarmen so gut angenommen wird“, sagt Manuela Leistikow. Eine Bitte hat sie allerdings und möchte sie an dieser Stelle gern formulieren: „Wir würden uns sehr freuen, wenn Einkaufsmärkte aus der Region unsere Arbeit unterstützen, indem sie Waren, die sie im Überfluss haben oder nicht mehr benötigen, anbieten“, sagt sie.
Die weiten Wege, die die Mitarbeiter der Tafel teilweise zurücklegen, um Lebensmittel abzuholen, kosten unheimlich viel Benzin. „Wir wollen und wir müssen versuchen, diese Kosten zu senken“, sagt sie und sorgt sich wegen der ständig steigenden Preise an den Tankstellen. Am kommenden Montag, 8. April, und dann wieder am 22. April ist das Team aus Demmin wieder bei der Jarmener Tafel im Einsatz.
Gleich nach Ostern bildete sich am Gemeindehaus in Tutow eine nicht gerade kleine Schlange. Die ehrenamtlichen Helfer, zu denen in Tutow Martina Timm und seit sage und schreibe schon elf Jahren auch Dagmar Duwe gehören, hatten beim Portionsbeutel-Packen alle Hände voll zu tun. Bevor die Lebensmittelausgegeben wurden – diesmal gab es neben frischem Obst und Gemüse auch eingeschweißten Schinken, Kekse, Marmelade und fertige Soßen – ging es ans Loseziehen. „Dann weiß jeder Bescheid, wann er dran ist, und es gibt kein Gedrängel“, sagt Martina Timm. Die junge Frau ist seit drei Jahren ehrenamtliche Helferin bei der Tutower Tafel: „Mir macht die Arbeit Spaß. Ich bin froh wenn ich mal rauskomme“, erzählt sie.
Nach der getanen Arbeit trinkt das Tafel-Team dann noch gemeinsam einen Kaffee. Auch diese Momente gefallen Martina Timm, die in Tutow geboren und aufgewachsen ist und das gerne und mit einer gewissen Portion Stolz in der Stimme erzählt.

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