Mit Flugblättern im Kampf gegen die Gerichtsreform

Diese Demo zum Erhalt des Anklamer Amtsgerichts soll nicht die letzte sein: Weitere sind geplant.  FOTO: nk-Archiv/ Gabriel Kords
Diese Demo zum Erhalt des Anklamer Amtsgerichts soll nicht die letzte sein: Weitere sind geplant. FOTO: nk-Archiv/ Gabriel Kords

Anklam.Die Zeit läuft den Gegnern der geplanten Gerichtsreform langsam davon. Darum drückt die Anfang April eigens dafür gegründete Koordinierungsgruppe aufs Tempo. Denn geht es nach dem Willen der Schweriner Landesregierung, ist Anklam der erste Standort, dem es bereits am 6. Oktober an den Kragen gehen soll. Was heißt: Die Hansestadt ist dann nur noch eine Zweigstelle des Amtsgerichtes Pasewalk.
„Wenn wir jetzt nicht Nägel mit Köpfen machen, kann alles schnell zu Ende sein“, sagt Christian Schröder (IfA) von der Koordinierungsgruppe. So soll zeitgleich mehrgleisig gefahren werden. Zum einen steht die Prüfung des vorgelegten Gesetzesentwurfs noch einmal auf dem Plan. Außerdem sollen andere Städte mit ins Boot geholt werden. „Wenn diese auch von der Reform nicht direkt betroffen sind, geht es sie etwas an.“ Der ländliche Raum werde dadurch immer mehr ausgedünnt, so Schröder. „Gegen diese Schwächung müssen wir uns alle gemeinsam wehren“, sagt der Anklamer.
Außerdem werde geprüft, wie hoch die Kosten für weitere Aktionen sein werden. Dazu zählen unter anderem auch Flugblätter, die mit prägnanten Geschichten auf die Misere aufmerksam machen. „Zwei große Protestaktionen wären auch sehr wirkungsvoll“, so Schröder weiter. Und noch eines liegt der Koordierungsgruppe am Herzen: „Wo sind eigentlich die Landtagsabgeordneten der CDU und der SPD? Warum engagieren sie sich nicht energischer für den Erhalt des Amtsgerichtes?“ Das sind nur zwei Fragen, die sie den Politikern in Schwerin eindringlich stellen.vm

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