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Nach dem Thron kommt Treppe fegen!

Martin Riedel auf Anklam-Rundfahrt. Zwischendurch durfte der 30-jährige Junggeselle die Rathaustreppe fegen.  FOTO: Jörg Foetzke
Martin Riedel auf Anklam-Rundfahrt. Zwischendurch durfte der 30-jährige Junggeselle die Rathaustreppe fegen. FOTO: Jörg Foetzke

Von Jörg Foetzke

Eine ungewöhnliche Anklam-Rundfahrt durfte Martin Riedel an seinem 30. Geburtstag erleben. Zwischendurch musste der Junggeselle die Rathaustreppe fegen.

Anklam .Auf der Schaufel eines Radladers hatten die Freunde einen Thron installiert und darauf durfte Martin Riedel Platz nehmen. Dann ging es von Alt-Sanitz nach Anklam und der ungewöhnliche Personentransport erregte Aufsehen. Die nicht alltägliche Fahrt hatte einen Sinn. Riedel, gerade 30Jahre alt geworden und noch Junggeselle, sollte sozusagen als Buße die Anklamer Rathaustreppe fegen. Dabei hat er doch schon eine Freundin oder etwas nicht? Alle zeigten auf Sarah. Doch die 26-Jährige aus Anklam wusste nicht so recht, ob sie Martins Auserwählte ist. Einen Hochzeitsantrag erwartete die Verwaltungsfachwirtin daher nicht. Auch Martin wollte sich dazu nicht viel entlocken lassen. „Das ist alles noch viel zu frisch“, meinte der Landmaschinen-Servicetechniker.

Dann drückten ihm die Kumpels von den Schlepperfreunden Alt-Sanitz einen speziellen Besen in die Hand und Martin musste die Anklamer Rathaustreppe von anderthalb Zentnern Kronkorken befreien. Eine Jungfrau fand sich nicht, die ihn die unangenehmen Tätigkeit mit einem Kuss hätte ersparen können. So blieb dem Sanitzer nichts weiter übrig, die Kronkorken von den Stufen zu stupsen. Seine Kumpel gaben sich derweil geistigen Getränken und flotten Sprüchen hin. Da wurde ihm auch geraten, das „Hotel Mama de Luxe“ endlich aufzugeben.

Mutter Sabine Riedel will ihren Filius gar nicht ziehen lassen. Er müsse sich erholen vom stressigen Job außerhalb in Magdeburg. Und außerdem sei er gar nicht so unpraktisch: „Seine Sachen macht er sich selbst zurecht“, berichtete Sabine Riedel. Der Sohn mühte derweil sich weiter mit den Kronkorken. Aber nach gut anderthalb Stunden ist es geschafft. Martin darf wieder auf dem Thron und ab ging es nach Hause!

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