Februar 23, 2012
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Schulen von Katja Müller

Prosit! Alte Anklamer Dame feiert ihre Schönheits-OP

In Erinnerung an selige Schulzeiten und unvergessliche Paukerinnen ist das Lilienthal- Gymnasium für viele Anklamer einfach nur die „alte Dame“. Jetzt wurde sie für 2,4 Millionen Euro geliftet und erstrahlt in neuem Glanz. Weitere Eingriffe sollen aber folgen.

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Die Sanierung wurde gestern gebührend gefeiert, da durfte auch mal angestoßen werden. Schulleiter Jürgen Stähle nutzte die Runde auch, um sich bei allen Mitstreitern zu bedanken. [RS_CREDIT] FOTOs: Katja Müller
Anklam (nk)  

Noch ist Gymnasiums-Direktor Jürgen Stähle nicht am Ende. Denn es heißt ja bekanntlich: „Ende gut, alles gut. Und da noch nicht alles gut ist, sind wir auch noch nicht am Ende“, erklärte er gestern während der feierlichen Übergabe des sanierten Gymnasiums-Altbaus. Doch groß war die Freude dennoch über das abgeschlossene Mammutprojekt. Mit insgesamt 2,4 Millionen Euro aus verschiedenen Finanzierungsquellen hat der Landkreis das historische Gebäude sogar energetisch sanieren lassen. So blieben viele der alten Fenster erhalten und haben von innen lediglich neue Fenster vorgesetzt bekommen. „Es ist schon erstaunlich, was baulich alles möglich ist. Ich habe viel dazu gelernt, und das Bauen wird beim nächsten Abschnitt gewiss nicht einfacher mit mir“, scherzte der Schulleiter.


Auf den nächsten Bauabschnitt will er keineswegs Jahrzehnte warten. Denn für die Deckensanierung in der Aula und auch die Restauration der Innentüren hat das Geld diesmal nicht ausgereicht. Einige der „Schönheitsfehler“ präsentierte die verantwortliche Architektin Doreen Geuther vom Ingenieurbüro „Neuhaus & Partner“ den Gäste gestern während des Rundgangs. So waren die vanille-gelben Türen im Kunstraum ein wahrlicher „Augenschmerz“ in der obersten Etage. „Ich bin mir sicher, so wird es nicht in Vergessenheit geraten, dass noch ein bisschen zu tun ist“, sagte sie mit einem verschmitzten Lächeln. Bei allen anderen Arbeitsschritten hat sie stets auf Harmonie geachtet und auch die Belegschaft des Gymnasiums bei jedem Schritt mitgenommen.


Damit der nächste Schritt möglichst bald gegangen werden kann, hat André Groß vom Ingenieurbüro unter den beteiligten Firmen gesammelt. Gestern überraschte er den Gymnasiums-Direktor mit einem 1200-EuroSpenden-Scheck für die Deckensanierung.Außerdem versprach auch Landrätin Barbara Syrbe (Die Linke) als Träger-Vertreterin des Gymnasiums, die neue Sammlung zu unterstützen, damit die Sanierung des Altbaus, des früheren königlich-preußischen Lehrerseminars, auch wirklich abgeschlossen werden kann.


Die Deckenbemalung und die alten Türen stellen die einzigen noch offenen „Baustellen“ dar, wenn der erste und zweite Bauabschnitt bei der Sanierung des Hauses jetzt abgeschlossen werden. Sowohl für die Holzdecke als auch für die Türen werden jeweils 50 000 Euro benötigt, wobei laut Stähle in beiden Fällen eine 50-prozentige Förderung möglich ist. Sein Ziel ist es, beide Projekte noch in diesem Jahr zu realisieren, damit die Sanierung dann endlich komplett ist.


Das wahre Herzstück des sanierten Gebäudes versteckt sich allerdings im Keller. Die für jeden einzelnen Klassenraum regulierbare Heizungstechnik. „So hat der Hausmeister per Knopfdruck am Computer die Möglichkeit, je nach Belegung die Raumtemperatur für jeden Klassenraum zu steuern. Da kommen enorme Einsparungen zustande“, erklärte Bernold Moede vom Ingenieurbüro für Versorgungstechnik in Anklam. Gleiches gelte auch für die Beleuchtung in den Klassenräumen. „Die Lampen passen sich der Helligkeit draußen an“, verrät Doreen Geuther einen weiteren Clou. Spenden sind unter dem Stichwort „Aula“ auf das Konto 430004630 des Schulfördervereins Lilienthal-Gymnasium bei der Sparkasse Vorpommern (BLZ 15050 500) möglich.

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