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Riesenspende lässt Segelflieger abheben

Burkhard Schmidt (3.v.l.) und Nachwuchs-Piloten vom Flieger-Club danken Stephan Schröder (2.v.l.) für die Spende.
Burkhard Schmidt (3.v.l.) und Nachwuchs-Piloten vom Flieger-Club danken Stephan Schröder (2.v.l.) für die Spende.

Im Segelflugzeug ohne Motorengeräusch über die Landschaft zu schweben – „das ist ein großartiges Fluggefühl“, sagt Maximilian Ihloff. Der 16-Jährige ist Mitglied im Anklamer Fliegerclub Otto Lilienthal und lernt am Vereinssitz in der Hansestadt ebenso wie andere Jugendliche, ein Segelflugzeug mithilfe von Wind und Thermik am Himmel zu halten.

Etwa die Hälfte der derzeit 55 Mitglieder im Klub sind unter 20 Jahre alt, denn Vereins-Chef Burkhard Schmidt und seine Mitstreiter tun viel für die Jugendarbeit. Sie halten die Mitgliedsbeiträge mit 385 Euro im Jahr vergleichsweise niedrig und organisieren die Ausbildung auf ehrenamtlicher Basis. „Wir wollen, dass sich auch Jugendliche den Segelflugsport leisten können“, betont Burkhard Schmidt. Ab 14 Jahren kann man Ausbildungsstunden nehmen und ab 17 Jahren dann den Pilotenschein erwerben.

Bisher standen für die Ausbildung ältere Segelflugzeuge zur Verfügung, doch der Reparaturaufwand für diese Modelle steigt. Umso mehr freuen sich die Segelflieger darüber, dass sie jetzt zum Saisonstart zwei moderne Kunststoff-Segler aus der Halle holen konnten. Möglich gemacht hat das das Unternehmen „notus energy“, das mehrere Windparks in der Region gebaut hat und immer wieder auch als Sponsor in Sachen Sport, Kultur und Bildung auftritt.

Geschäftsführer Stephan Schröder – selbst Motorflug-Pilot – spendierte 25 000 Euro, sodass der Verein nicht nur die beiden Segelflieger, sondern auch einen neuen Transportanhänger anschaffen konnte. „Das kommt allen im Klub zu Gute und ist etwas Bleibendes“, freut sich Burkhard Schmidt. Die beiden gebrauchten Flugzeuge wurden bisher 1200 bis 1500 Stunden geflogen, haben aber eine Lebensdauer von 12 000 Flugstunden, so dass die Klub-Mitglieder noch sehr lange mit ihnen in die Luft gehen können. Denn in Anklam kommt ein Segler meist nur auf gut 70 Flugstunden im Jahr.

„Der Fliegerclub hat eine lange Tradition und macht eine tolle Jugendarbeit, deshalb wollen wir dazu beitragen, dass die Segelflugausbildung für Jugendliche erschwinglich bleibt“, sagt Stephan Schröder. Die modernen Flieger kommen auch bei den Jugendlichen an: „Es fliegt sich gut – das ist ein tolles Flugzeug", schwärmt der 16-jährige Shubham Dhrad aus Greifswald.

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