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Rückenwind für Stromspargel?

Die Windkraftplaner haben das Areal innerhalb der grünen Linien als neues Eignungsgebiet im Blick. Dabei geht es um insgesamt rund 120 Hektar, die Gemarkungen der Stadt Jarmen sowie der Gemeinden Völschow und Neetzow betreffen.  quelle: Stadtverwaltung
Die Windkraftplaner haben das Areal innerhalb der grünen Linien als neues Eignungsgebiet im Blick. Dabei geht es um insgesamt rund 120 Hektar, die Gemarkungen der Stadt Jarmen sowie der Gemeinden Völschow und Neetzow betreffen. quelle: Stadtverwaltung

VonSteran Hoeft

Eigentlich hat sich Völschow gegen weitere Stromspargel in seiner Umgebung ausgesprochen. Doch
das Land überlegt, die Windkraftnutzung dort trotzdem auszubauen.
Nun gibt es erste
konkrete Informationen.

Völschow/Kadow/Jarmen Padderow.Wird die Landschaft zwischen dem Völschower Ortsteil Kadow, dem benachbarten Padderow und dem zu Jarmen gehörenden Klein Toitin in naher Zukunft ein dicht bestelltes neues Strommühlen-Feld? Diese Frage steht zwar schon länger im Raum, bekommt nun aber vor allem durch das Land Mecklenburg-Vorpommern frische Nahrung und sogar schon einen Namen: „Bürgerwindpark Grenzkrug“. Denn die Politik in Schwerin hat sich die Entwicklung des Nordostens zum großen Lieferanten alternativ erzeugter Energie auf die Fahnen geschrieben.
So ist die Regionale Raumordnung gegenwärtig dabei, neue Windeignungsgebiete zu finden beziehungsweise bestehende zu erweitern, unterstützt von Firmen dieser Branche und so manchem Landeigentümer. Und wieder einmal gerät dabei auch der Amtsbereich Jarmen-Tutow ins Blickfeld, unter anderem ein rund 120 Hektar großer Sektor zwischen den genannten Dörfern, die alle drei mit Flurstücken ihrer Gemarkung betroffen wären.
„Zentraler Tenor ist es hierbei jedoch, die von den Windenergieanlagen betroffenen Anwohner beziehungsweise Gemeinden stärker in die Projekte einzubinden“, erklärt Liane Janssen, Bauamts-Sachgebietsleiterin im Jarmener Rathaus. Denn die Branche und Politiker registrieren zunehmend, dass immer mehr Leute die Nase voll vom Rotoren-Boom haben. Gerade die Gemeinde Völschow hatte sich in der Vergangenheit nur mit Mühe durchgerungen, überhaupt noch ein paar neue Anlagen im Norden und Nordwesten ihrer Gemarkung zu akzeptieren. Das reiche dann aber endgültig, hieß es.
Wie beim Thema Solar will die Gemeindevertretung nun allerdings die Meinung der Bürger ausloten, bevor es eine neue Stellungnahme zu dem 120-Hektar-Vorschlag gibt. Daher ist laut Liane Janssen eine Informationsveranstaltung für alle Einwohner geplant, in der auch die mögliche Beteiligung von Bürgern und Kommune an der Investition erläutert werde. Jeder könne sich in die Diskussion zur Thematik einbringen, so das Versprechen.
Stattfinden soll diese Runde am Montag, dem 10. Juni, ab 19 Uhr im Saal des Gemeinde- und Feuerwehrhauses Völschow.

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