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Schluss mit Scherben auf dem Markt: Anklam will Glasflaschen verbieten

VonVeronika Müller

Demnächst ist auf dem Anklamer Marktplatz Schluss mit Glasflaschen. Die Stadt hat die Nase voll von Glasscherben und arbeitet an einem entsprechenden Verbot.

Anklam.Glasscherben sind gefährlich und obendrein ein Ärgernis für die Putzkolonnen. „An manchen Tagen, vor allem nach den Wochenenden, ist das besonders schlimm“, schimpft Anklams Bürgermeister Michael Galander (IfA) über das Problem Glasscherben auf dem Marktplatz. „Vor allem rund um den Brunnen, ja sogar im Brunnen und auf der Rathaustreppe treiben es einige Zeitgenossen wirklich doll.“ Dem will die Verwaltung nun Einhalt gebieten. Das Ordnungsamt ist beauftragt, eine entsprechende Verordnung zu erarbeiten. Andere Kommunen haben so ein Verbot bereits. „Darauf greifen wir zurück. Schließlich müssen wir das Rad nicht neu erfinden. Darum wird das alles auch sehr schnell gehen“, macht Galander klar, dass er in diesem Fall aufs Tempo drückt.
Er rechnet damit, dass die Stadtvertretung bereits Mitte August über die Vorlage abstimmen kann. Läuft alles wie geplant, dann wird wenige Tage später das Verbot wirksam. Kleine Schilder rund um den Marktplatz sollen dann Ortsunkundige auf diese Neuerung aufmerksam machen. Über die Durchsetzung dieses Glasflaschenverbots macht sich der Rathaus-Chef keine Sorgen. Ordnungsamt, Politessen ja sogar die Polizei können Verstöße ahnden.
Allerdings soll nicht gleich mit Kanonen auf Spatzen geschossen werden. „Wir werden auch mit Platzverweisen arbeiten. Aber die Unbelehrbaren bekommen eine Ordnungswidrigkeitsanzeige.“ Kosten könnte das den Glasflaschen-Nutzern dann durchaus 20 bis 30 Euro. „Es soll ja auch wirken. Kleinere Beträge sind da wenig hilfreich.“ Galander weist gleichzeitig daraufhin, dass dieses Verbot bei Festen auf dem Markt außer Kraft gesetzt wird. Nach einer Testphase soll geprüft werden, ob und wie das Glasflaschenverbot funktioniert. „Dann werden wir entscheiden, ob es modifiziert wird oder sogar ausgeweitet wird.“

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