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Stadtjubiläum: IfA und Linke wollen nicht kleckern

VonClaudia Müller

Das Stadtjubiläum soll
nicht unter der Anklamer Finanzmisere leiden.
Mit diesem Ziel sind
die Fraktionen der
Initiativen für Anklam
und der Linken in
die Debatte über
den Doppelhaushalt
2013/2014 gegangen.

Anklam.Zu den Sparvorschlägen, die im Haushaltssicherungskonzept vorgesehen sind, gehörte eigentlich auch, das Festbudget für das kommende Jahr auf 100 000 Euro zu begrenzen. IfA und Linken beantragten jedoch, bei der 750-Jahr-Feier der Hansestadt auf solche Sparmaßnahmen zu verzichten und stattdessen für das einmalige Ereignis 155000Euro im Haushalt 2014 zur Verfügung zu stellen. Die Stadt könne sich auch zu Tode sparen, wandte sich Monika Zeretzke von den Linken gegen einen strikten Sparkus. „Selbst wenn aus den Finanzplänen alles, was das Leben schön macht, gestrichen wird, kann der Haushalt nicht ausgeglichen werden.“
Der Antrag von IfA und Linken zum Stadtjubiläum fand schließlich vor allem mit den eigenen Stimmen der beiden Fraktionen eine knappe Mehrheit. Doch es gibt auch Stadtvertreter, die überzeugt sind, dass sich auch ohne viel Geld zünftig feiern lässt. Ähnliche Diskussionen hatte es bekanntlich beim Landeserntedankfest gegeben, das 2011 in Anklam gefeiert wurde.
„Das Stadtjubiläum kann man auch mit einfachen Mittel attraktiv gestalten“, sagte Sigrun Reese (FDP). Auch Uwe Schultz (SPD) machte sich für
eine abgespeckte Fest-Variante stark. Die Stadt sollte sich beim Jubiläum auf eigene Kräfte stützen. „Man muss nicht immer von außen große Events einkaufen, sondern kann viele kleine
Aktionen machen und die ganze Stadt einbeziehen“, betonte Schultz. Es gebe dazu auch schon Ideen von Anklamern.
Vorschläge sind beim Festkomitee durchaus willkommen, antwortete Christian Schröder (IfA), Vorsitzender des Ausschusses für Stadt-Marketing, Bildung und Soziales. Es sei jedoch bedauerlich, dass alternative Ideen für das Jubiläum erst jetzt auf den Tisch kommen – das Komitee habe bereits dreimal getagt. Verloren ist aber wohl noch nichts: Haushaltsgelder, die auf dem Papier stehen, müssen nicht zwingend ausgegeben werden – aus bisherigen und neuen Ideen lässt sich daher womöglich doch noch ein gemeinsames Festprogramm stricken.

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c.mueller@nordkurier.de

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