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Storchenvater Richard Weier ist gestorben

Voll in seinem Element – Richard Weier gab sein Wissen gern auch an seine Mitstreiter der NABU-Gruppe weiter. [KT_CREDIT] Foto: Jörg Foetzke
Voll in seinem Element – Richard Weier gab sein Wissen gern auch an seine Mitstreiter der NABU-Gruppe weiter. [KT_CREDIT] Foto: Jörg Foetzke

Anklam.Die letzte Naturführung mit Richard Weier liegt schon eine ganze Weile zurück. Doch vergessen ist sie deshalb nicht. So wird es vielen Menschen aus der Region gehen, vor allem auch Kindern und Jugendlichen, denen er unermüdlich die Schönheit der Natur nahe gebracht hat.
Richard Weier hatte eine ganz besonders einfühlsame Art, mit Pflanzen und Tieren umzugehen. Bei den Führungen durch die Umwelt- und Naturschutzstation in der Friedländer Landstraße wurde eine Wiese plötzlich zu einem wertvollen Teppich, der mit Bedacht zu betreten ist. Selbst die kleinste Blume übersah er nicht. Mit großer Ruhe und Freundlichkeit, doch auch mit einem gewissen Nachdruck, sensibilisierte er Jung und Alt für den bewussten Umgang mit der Natur.
Unvergessen sind auch seine Einsätze als Storchenvater. Seine Verehrung für diese Vögel brachte er auch dadurch zum Ausdruck, dass er keine Zeit und Mühen kannte, um die Jungvögel zu zählen. Und nach einem langen Winter verkündete er stets gern die Ankunft des ersten Storches in der Region.
Vor wenigen Tagen ist Richard Weier gestorben. Die Nachricht von seinem Tod hat viele seiner Mitmenschen und Wegbegleiter schmerzlich getroffen. Doch im Herzen aller Naturschützer wird er weiter leben. Gerade jetzt, beim Betreten der mit Butterblumen übersäten Frühlingswiesen, werden seine Mitstreiter sicher an ihn denken.Ulrike Rosenstädt

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