Februar 20, 2012
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Vereine von Katja Müller

Trabifreunde lüften jetzt ihr B1000-Geheimnis

Sie kennen weder Winterpause noch freie Wochenenden. Die Jungs vom Anklamer Trabbi-Buggy-Club arbeiten pausenlos an ihrem großen Traum. Für den B1000 schrauben sie, was die Muskeln hergeben.

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Eine kleine bunte Zeltstadt wächst alljährlich zu Himmelfahrt auf Anklams Flugplatzgelände. Die Vorbereitungen für 2012 laufen auf Hochtouren.
Quilow/Anklam. (nk)  

So langsam lässt er sich erahnen, der B 1000 des Anklamer Trabby-Buggy-Clubs. Das einmalige Projekt der Ostfahrzeug-Freunde ließ am Wochenende wieder die Schraubenschlüssel heiß glühen. Denn Club-Chef Jens Rüberg hatte sich extra einen Spezialisten aus Rostock „einfliegen“ lassen. Torsten Michael, der von allen in der Trabi-Szene nur liebevoll „Professor Motto“ genannt wird, kennt sich nämlich bestens aus mit Motoren.

 

Der Marineoffizier verdient sich seinen Lebensunterhalt mit Motoren, die wesentlich größer sind als das Herz des B1000. „Trotzdem ist er für diese kleine Spezial-OP genau der Richtige“, sagt Rüberg und reicht ihm das Werkzeug. Denn groß geredet wird in der Quilower Schrauber-Halle der Trabi-Freunde nicht. Die Zeit drängt. Denn schon im Mai hat der B1000 seinen ersten offiziellen Auftritt.

 

B1000 bekommt Speziallackierung

 

Nach langem Schweigen lüftet Rüberg nun das Geheimnis um das Spezialfahrzeug: „Eigentlich wollten wir es noch länger geheim halten. Aber wir können es auch jetzt schon verraten. Der B1000 bekommt am Ende der Vorpommern Kurier: Mit Speziallackierung! Er wird seinen ersten Einsatz beim Tierparkfest in Ueckermünde feiern.“ Doch bis der große Wagen rollt, werden noch viele Schrauberstunden ins Land gehen. Denn noch liegt die Karosserie ohne jegliche Aufbauten vor den Club-Mitgliedern.

 

In zwei Wochen wollen sie aber dennoch „Hochzeit feiern“. In der Nacht vom 2. zum 3. März werden alle Komponenten zusammengesetzt. „Spätestens dann muss er wenigstens rollen, denn am 3. März findet die Top-Trabi-Wahl statt“, erklärt der Club-Chef. Auch in diesem Jahr werden wieder über 30 Trabis um den ersten Platz und gleichzeitig auch den Pokal des Nordkurier kämpfen.

 

Man muss Ruhe bewahren

 

Die Top-Trabiwahl sehen er und seine Mitstreiter als kleine Vorbereitung auf das diesjährige Trabitreffen. Denn auch für das Märzwochenende gibt es bei so vielen Übernachtungsgästen einiges zu organisieren. Bei Ilona Rüberg kommt dennoch keine Hektik auf: „Auch wenn die Männer zwischendurch mal hektisch oder laut werden, man muss nur die Ruhe bewahren“, sagt sie und widmet sich neben der ganzen Schrauberei wieder ihrer Einkaufsliste.

 

Die ersten Plakate und Flyer für das Trabi-Treffen (16. - 20. Mai) haben die Club-Mitglieder schon verschickt und auch im Internet fleißig Werbung gemacht. Vize-Chefin Ilka-Jenny Kuhlmann setzt in diesem Jahr sogar auf das Internetportal Facebook. „Wir müssen immer wieder neue Wege gehen, obwohl das Trabi-Treffen fast zum Selbstläufer geworden ist“, sagt Jens Rüberg und zeigt auf eine nicht gerade kurze Liste mit den ersten Anmeldungen.

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