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Trotz Verletzung: Ulli Wegner kickt bei DDR-Legenden mit

Nicht ums Boxen, sondern ums Fußballspielen dreht sich am Sonntag alles bei Ulli Wegner. Denn dann steht er beim Match der DDR-Legenden auf dem Feld. [KT_CREDIT] FOTO: Veronika Müller/Archiv
Nicht ums Boxen, sondern ums Fußballspielen dreht sich am Sonntag alles bei Ulli Wegner. Denn dann steht er beim Match der DDR-Legenden auf dem Feld. [KT_CREDIT] FOTO: Veronika Müller/Archiv

VonVeronika Müller

Schrecksekunde beim
VFC Anklam: Boxtrainer
Ulli Wegner hat sich verletzt. Ist jetzt die Teilnahme des Meistermachers am Fußball- spiel der DDR-Legenden in Gefahr? Wegner gibt Entwarnung: „Ich bin auf jeden Fall dabei!“

Vorpommern.Ulli Wegner ist einer, der immer alles gibt. Wenn er mit seinen Jungs im Zinnowitzer Trainingslager auf Achse ist, kann er nicht einfach zusehen, sondern „turnt“ oft fleißig mit. Doch diesmal wäre es beinahe schief gegangen. Er rammte sich eine spitze Glasscherbe in den Fuß, ignorierte dies aber. „Doch das ist mir nicht gut bekommen. Ich musste bei Vollnarkose im Wolgaster Krankenhaus operiert werden“, sagt der Boxmeister, der allerdings gleich abwiegelt: „Der Besuch in Anklam ist nicht in Gefahr.“ Beim Fußballspiel der DDR-Legenden am Sonntag wird er auf dem Rasen stehen. „Mal sehen, wie lange ich da geduldet werde zwischen all den einstigen Fußballgrößen.“ Der 71-Jährige hofft, dass er so etwa 20 bis 30 Minuten kicken wird. „Das ist doch etwas ganz Besonderes, dieses Spiel. Da kann mich eine Fußverletzung nicht am Mitmachen hindern.“
Erleichterung beim VFC Anklam. Hatten sie doch befürchtet, dass aufgrund dieser Fußverletzung einer ihrer Ehrengäste in letzter Minute passen muss. „Das wäre sehr schade, wenn er nicht dabei sein könnte“, sagt Bernd Kohn, einer der Organisatoren des „Spiels der Legenden“. Schließlich haben sich die Gastgeber extra für Ulli Wegner ein paar besondere Überraschungen einfallen lassen. Zugegeben: Das 22-köpfige Schalmeienorchester aus Altwarp wurde nicht eigens für Wegner einbestellt. Aber eine andere Sondervorstellung haben sie für den Mann, der als junger Bursche einst hier Fußball spielte.
Während seiner Ausbildung zum Traktoren- und Landmaschinenschlosser von 1957 bis 1960 kickte er anfangs in der Juniorenliga-Mannschaft von Traktor, dann in der Bezirksklasse mit Aufbau Anklam, dem Tiefbau-Vorgänger. „Es gibt sicher noch viele, die einst mit ihm zusammen auf dem Rasen standen oder die Lehre absolvierten. Wir wollen den Boxmeister nun damit überraschen, dass wir die einstigen Weggefährten im Stadion haben. Wer also Wegner aus jenen Tagen kennt, kann sich bei uns melden. Wir jedenfalls würden uns freuen, ihn damit zu überraschen“, hofft Kohn auf viele Anklamer, die sich an der Aktion beteiligen möchten. Und als hätte Wegner dies gehört, schwelgt er gleich in Erinnerungen: „Es war eine tolle Zeit, die ich in Anklam hatte. Die möchte ich nicht missen. Viele interessante Menschen habe ich hier kennengelernt.“ Rudi Moldenhauer und Manfred Bauer sind nur zwei von ihnen, die er liebend gern mal wieder sehen möchte. Ein Wunsch, den ihm der VFC mithilfe der Anklamer gern erfüllen möchte.

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