Uecker-Randow/Altentreptow.Werner Lange drückt an seiner Prüfapparatur den Auslöser. Es kracht metallisch im Umspannwerk Jarmen des Regionalversorgers E.ON edis. „Wir überprüfen den Leistungsschalter für den Windpark Völschow 3“, erklärt der Spezialist. Aufmerksam schaut ihm Jungfacharbeiter Dennis Köhn über die Schulter. Seit Anfang Februar ist der 23-jährige Burg Stargarder dem E.ON edis-Regionalstandort Altentreptow zugeordnet. Trotz seines Lehrabschlusses mit Note 2 gehörte Köhn zu den Besten des Jahrgangs, hat das Lernen für ihn keine Ende. „Ich bin jetzt in der Einarbeitungszeit, die mindestens noch ein Jahr dauert“, berichtet er. Derzeit lerne er unter anderem die 30 Umspannwerke in seinem Tätigkeitsbereich kennen. „Da kommen am Tag schon bis zu 150 Fahrkilometer zusammen“, sagt er. Neben der Seenplatte gehören die Uecker-Randow-Region und Teile der Uckermark zu dem von Altentreptow aus betreuten Versorgungsgebiet. Für seinen Job musste Köhn Umwege in Kauf nehmen. Als er 2005 die 10. Klasse abschloss, waren Lehrstellen knapp. „Deswegen habe ich erst mein Fachabitur für Elektrotechnik erworben“, erzählt er. Drei Jahre später begann seine Lehre bei E.ON edis. Ein Nachbar habe ihm den Tipp gegeben, sich dort zu bewerben. In seinen ersten Arbeitswochen hat er gleich die Eiseskälte abgefasst. Köhn nimmt das gelassen. „Wir mussten zu keinen Störungen ausrücken“, erzählt er. Erst wenn Köhn weitere Prüfungen abgelegt habe, dürfe er Anlagen schalten und könne allein Störungen beseitigen.